Chöre im Sollinger Sängerbund sollen rockiger und poppiger werden

Ehrungen beim Sollinger Sängerbund: Albrecht Hartmann (von links), Bürgermeister Torsten Bauer, Reinhold Werner, Ditmar Wiederhold, Ortsbürgermeister Matthias Schön, Ralf Bähre, Albert Schulze, Gerd Scharnhorst, Wilfried Klinge, Katrin Burghardt, Annegret Koberstädt, Herbert Kunoth, Birgit Dannenberg, Rosemarie Kehler, Karl-Heinz Sermond und Hubert Schudnagis. Foto: Dumnitz
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Ehrungen beim Sollinger Sängerbund: Albrecht Hartmann (von links), Bürgermeister Torsten Bauer, Reinhold Werner, Ditmar Wiederhold, Ortsbürgermeister Matthias Schön, Ralf Bähre, Albert Schulze, Gerd Scharnhorst, Wilfried Klinge, Katrin Burghardt, Annegret Koberstädt, Herbert Kunoth, Birgit Dannenberg, Rosemarie Kehler, Karl-Heinz Sermond und Hubert Schudnagis.

Offensen. Hatte der Sollinger-Sängerbund 2009 noch 31 Mitgliedsvereine, so sind es jetzt 25 mit rund 600 Aktiven. Gründe dafür nannte der Vorsitzende Hubert Schudnagis (Boffzen) nun in der Jahreshauptversammlung des Dachverbandes.

Laut Schudnagis sind nicht nur die Altersstruktur und der fehlende Nachwuchs Gründe für ein Chorsterben, erklärte er bei der Jahreshauptversammlung des Dachverbands im Dorfgemeinschaftshaus Offensen. Ein weiterer Grund sei, dass fast niemand mehr bereit sei, Vorstandsposten zu übernehmen, die mit Arbeit verbunden sind, sagte Schudnagis vor 55 Vereinsvertretern. Verein und Ehrenamt schrecke viele potenzielle Sänger ab.

Außerdem fehlen nach Schließungen von Gaststätten in einzelnen Orten geeignete Räumlichkeiten für die Chöre. Teils seien auch die Nutzungsgebühren für Übungsräume sehr hoch. Und auch das Abwandern der Menschen in andere Regionen bereite den Gesangvereinen Probleme.

Der Vorsitzende hat zudem beobachtet, dass sich Vereine alternativen Chorformen wie gemischten Gesangsgruppen verschließen. Da fordert Schudnagis die Vereine zu mehr Flexibilität auf, um den Gesang als Kulturgut zu erhalten.

Schudnagis für Öffnung

Die jüngere Generation möchte neben bestehendem Liedgut auch „rockige und poppige Nummern singen und auch mal was auf Englisch“, hieß es weiter. Das werde aber oft abgelehnt. „Da muss eine enorme Öffnung stattfinden, um zukunftsfähig zu sein und zu bleiben“, sagte der Vorsitzende in Offensen.

Gleichzeitig dankte er allen, die sich im vergangenen Jahr für die Belange der Sänger an vielen Stellen eingesetzt haben. Uslars Bürgermeister Torsten Bauer bescheinigte den Chören, dass sie wichtige Kulturträger im ländlichen Raum seien. Grüße übermittelte zudem Ortsbürgermeister Matthias Schön.

Die Auswahl des Liedgutes hält Bundeschorleiterin Marina Solowjewa (Fürstenberg) für wichtig. Zudem will sie für den Sängerbund demnächst einen Chorleiterhelfer-Lehrgang anbieten.

Bei den Wahlen wurde der Vorsitzende Hubert Schudnagis wiedergewählt. Neuer Rechnungsführer ist Jens Siebert (Fürstenhagen) für Annegret Koberstädt (Schönhagen), neuer stellvertretender Geschäftsführer Ralf Bähre (Derental) für Horst Rennemann (Volpriehausen). Gruppenleiter Weser ist Karl-Heinz Sermond (Oedelsheim).

Wertungssingen:

Das Wertungssingen für die Mitgliedsvereine findet am Freitag, 22., und Sonntag, 24. April, in der Aula der Heinrich-Roth-Gesamtschule in Bodenfelde statt. Als Gastgeber der Tagung trug der Gesangverein Offensen mit Dirigentin Gerhild Nolte zwei Lieder vor.

Ehrungen:

Während der Jahreshauptversammlung des Sängerbundes in Offensen gab es viele Ehrungen. Präsentkörbe gab es für Herbert Kunoth (Sängerclub Weserlust Bodenfelde) und Wilfried Klinge (MGV Eintracht Vernawahlshausen) für 65 Jahre Singen. Einen Präsentkorb gab es auch für Albert Schulze (Gemischter Chor Brüderschaft Heisebeck), der seit 60 Jahren Sänger ist.

Urkunden des Sängerbundes für 50 Jahre treues Singen erhielten Kurt Dietrich (Gesangverein Derental), Albrecht Hartmann (MGV Vernawahlshausen) sowie Heinz Wienecke und Reinhold Werner (Gemischter Chor Heisebeck). Eine goldene Ehrennadel des Dachverbandes ging an Herbert Rossel (MGV Gieselwerder) und silberne Ehrenzeichen für 25 Jahre Singen in den SSB-Mitgliedsvereinen erhielten Katrin Burghardt (Gemischter Chor Arenborn) und Gerd Scharnhorst (MGV Adelebsen). 

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