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Geschichtspreis geht an Detlev Herbst

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Detlev Herbst
Detlev Herbst © Dumnitz

Volpriehausen/Berlin. Der langjährige Volpriehäuser Ortsheimatpfleger Detlev Herbst erhält am Montag den deutsch-jüdischen Geschichtspreis 2015 der US-amerikanischen Obermayer-Stiftung.

Der frühere Lehrer Herbst war maßgeblich an der Wiederentdeckung der Synagoge in Bodenfelde sowie ihrem Transport nach und dem Wiederaufbau in Göttingen beteiligt. Das Gebäude war nach dem zweiten Weltkrieg zunächst als Scheune genutzt worden. Seit 2006 steht die Synagoge auf dem Grundstück der Jüdischen Gemeinde in Göttingen.

Detlev Herbst halte durch die Erforschung der Geschichte des jüdischen Lebens in Uslar und Umgebung die lokale jüdische Geschichte lebendig, heißt es zur Preisverleihung. Herbst binde Jugendliche und Studenten in Recherchen und Erforschung ein und unterhalte ein großes Netzwerk zu den Nachkommen deutsch-jüdischer Familien überall in der Welt.

Die Obermayer-Stiftung, die im US-Bundesstaat Massachusetts ansässig ist, vergibt die „German Jewish History Awards“ seit dem Jahr 2000. Die Preise gehen an Heimatforscher, die ehrenamtlich und in ihrer Freizeit die Geschichte der Juden erforschen und damit einen Betrag zur Wahrung des Gedenkens an die jüdische Vergangenheit leisten. Zusammen mit Detlef Herbst werden in Berlin vier weitere deutsche Heimatforscher aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Thüringen ausgezeichnet. (epd/shx)

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