Tabea Hein aus Uslar geht für ein Jahr in den peruanischen Urwald

Freut sich auf Lamas in Peru: Die 18-Jährige Tabea Hein (im Bild mit einem Lama von Matthias Bauer in Wiensen) startet zu einem freiwilligen sozialen Jahr nach Südamarika. Foto: Privat/nh

Uslar. Ihr elterliches Zuhause in der beschaulichen Kleinstadt Uslar will die 18-jährige Tabea Hein für ein Jahr lang aufgeben und in einer Mission im 10.340 Kilometer entfernten peruanischen Urwald leben.

Die Abiturientin hält den Zeitpunkt nach zwölf Jahren Schule für passend, um im Ausland neue Erfahrungen fürs weitere Leben zu sammeln und gleichzeitig im christlichen Glauben zu wachsen. Sie fliegt am 29. September von Frankfurt/Main nach Lima, der Hauptstadt von Peru in Südamerika. Zuvor nimmt sie an einem zweiwöchigen Vorbereitungsseminar in der Nähe von Stuttgart teil.

Tabea hat das Uslarer Gymnasium besucht und ist seit Jahren in der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde aktiv. Es sei ihr wichtig, im christlichen Glauben zu wachsen. Deshalb hat sie sich auch für eine christliche Organisation entschieden, bei der der Glaube an Jesus im Mittelpunkt steht.

Bei ihrem freiwilligen sozialen Jahr wird die Uslarerin von der Organisation Indicamino (Trossingen/Baden-Württemberg und Schweiz) betreut. Dieses christliche Missions- und Hilfswerk setzt sich für Randgruppen in Peru, Bolivien und Kolumbien ein. Indicamino begann 1956 unter dem Namen Schweizer Indianer-Mission mit dem Aufbau des ersten Ausbildungszentrums im peruanischen Tiefland.

Tabea lebt nach der Ankunft zunächst in der Stadt Arequipa auf 2330 Metern über dem Meeresspiegel. In Peru wird Spanisch gesprochen, das muss sie lernen. Ein sechswöchiger Sprachkurs steht deshalb als erstes auf dem Programm. Dann geht es weiter ins Missionszentrum Cashibo mitten im Urwald und rund 20 Kilometer von der nächsten Stadt Pucallpa entfernt. Pucallpa liegt im Tiefland an einem Amazonas-Zufluss. In der Region leben rund drei Millionen Menschen, 300 000 davon sind Indianer aus 55 verschiedenen Stammesgruppen.

Praktische Mitarbeit

Untergebracht sein wird die Uslarerin mit sieben weiteren jungen Menschen aus Deutschland auf dem Bibelschulgelände des Vereins. Unterstützen will sie durch ihre Arbeit ein Schulungsprojekt mit den dort lebenden Indianern. Es geht dabei um Ausbildungen in verschiedenen Bereichen und eine Pastorenausbildung. „Ich werde mich in der Hauswirtschaft und der praktischen Mitarbeit in verschiedenen Bereichen sowie in der Kinderarbeit engagieren“, sagt die 18-Jährige.

Durch ihren freiwilligen Einsatz entstehen Kosten, 490 Euro pro Monat seien das für Flug, Verpflegung, Versicherung und Seminare. Und weil Indicamino ausschließlich über Spenden finanziert wird, ist die erste Aufgabe für die Uslarerin, Spender für sich zu finden.

Wer den einjährigen Aufenthalt von Tabea Hein in Peru unterstützen will, kann Geld auf das Konto (IBAN DE47 5206 0410 0000 4180 05, BIC: GENODEF1EK1) der Organisation Indicamino bei der Evangelischen Bank mit dem Verwendungszweck „Für die Arbeit von Tabea Hein“ überweisen.

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