Unwetter: Schlamm verstopfte die Straßen

Viele Helfer waren mit Schippen im Einsatz: Auf den mit Schlamm verdreckten Dorfstraße in Ahlbershausen waren am Sonntag nach starkem Gewitterregen viele Einwohner beim Großreinemachen mit dabei. Eingesetzt wurden auch Radlader und Trecker. Fotos: Dumnitz

Ahlbershausen. Regional sehr unterschiedlich war das Gewitter am Sonntag über dem Uslarer Land ausgeprägt.

Während es in einigen Orten lediglich ein wenig stärker regnete und dazu blitze und donnerte, sprach man in Ahlbershausen von einem kleinen Tornado. Einzelne Ziegel seien von Dächern geflogen, hieß es, und dann kam mit den Wassermassen von den höhergelegenen Feldern auch noch Schlamm ins Dorf.

Ahlbershausen war offenbar am meisten betroffen von dem Gewitter, das am Sonntag nach 15 Uhr über der Region niederging. Die Feuerwehren im Uslarer Stadtgebiet mussten nach und nach 18 Einsatzstellen abarbeiten, fasst Uslars Stadtbrandmeister Jörg Jacob den Einsatztag zusammen.

In Verliehausen mussten Feuerwehrleute aus dem Ort sowie aus Schoningen einen umgestürzten Baum beseitigen, der auf der Landesstraße quer lag. Die Straße musste vor der Freigabe für den angestauten Verkehr nach fast einstündiger Sperrung außerdem noch gereinigt werden.

In Ahlbershausen waren Feuerwehr und Einwohner im Einsatz gegen den Schlamm, der teilweise bis zu 20 Zentimeter hoch auf den Dorfstraßen lag. Stark betroffen waren die Blumenstraße, Karspüle und die Straße Am Nesselberg.

Radlader und Trecker

Über 50 Helfer aus Ahlbershausen, Verliehausen, Schoningen, Uslar, Schönhagen und Dinkelhausen waren dort laut Jacob bis gegen 21 Uhr mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. Unterstützung gab es durch die beiden Radlader vom Bauhof und der Kläranlage sowie durch Trecker von Landwirten.

Weil die Wasserversorgung in Ahlbershausen durch die Spül- und Reinigungsarbeiten eng werden konnte, wurde neben den Tank- und Löschfahrzeugen aus Uslar und Schönhagen auch ein Wasserfass aus Dinkelhausen zum Einsatz gebracht, das mit weiteren Fässern in den Sommermonaten vorsorglich immer für Wald- und größere Flächenbrände durch den Löschzug 5 einsatzbereit gehalten wird.

Drehleiter im Einsatz

Auf der Landesstraße 449 zwischen Bodenfelde und Wiensen waren nach Angaben des Bodenfelder Ortsbrandmeisters Karsten Siebrecht durch den Gewittersturm mehrere Bäume sowie größere Äste auf die Straße gefallen und hatten dort zumindest zeitweise ein Durchkommen unmöglich gemacht.

Um einen halb abgeknickten dicken Ast einer alten Eiche am Fahrbahnrand absägen zu können, wurde die Uslarer Drehleiter mit eingesetzt. Etliche Verkehrsteilnehmer wendeten auf der Straße und umfuhren den Bereich.

Auch auf vielen anderen Straßen im Bereich Bodenfelde, Wahlsburg und Oberweser sorgten Laubmassen und heruntergefallenes Astwerk für Behinderungen. Dort sorgten Mitglieder der Feuerwehren ebenfalls dafür, dass wieder aufgeräumt wurde. (jde)

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.