Uslarer Gymnasium blickt auf die Zukunft

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Perspektiven fürs Gymnasium: Vorstellung des neuen Schulprogramms mit von links Juliane Schnapperelle, Katrin Fentz, Dr. Anselm Seven, Dr. Hermann Weinreis, Dietmar Wagener, Constanze Meining, Ansgar Weingarten. Nicht auf dem Bild sind die AG-Mitglieder Susanne Schwarz und Renate Möller-Grupp.

Uslar. Soziale Kompetenzen stärken, die Studien- und Berufsorientierung intensivieren und das Bild der Schule in der Region stärken – diese Ziele stehen im neuen Schulprogramm des Uslarer Gymnasiums. Einstimmig wurde es von der Gesamtkonferenz der Schule verabschiedet.

Auf 13 Seiten ist zusammengetragen, woran eine neunköpfige Arbeitsgruppe seit zwei Jahren gearbeitet hat. Aus einer Bestandsaufnahme heraus habe man die Perspektiven der Schule entwickelt, sagt Schulleiter Dr. Hermann Weinreis.

Wichtig war den beteiligten Lehrern, Schülern und Eltern nicht nur, die Stärken der Schule herauszustellen und sich über all das zu freuen, was gut läuft, sondern auch zu klären, wo es offensichtliche und versteckte Baustellen gibt. Mit dem Programm wolle man zeigen, dass das Gymnasium eine entwicklungsfähige Schule sei, so der Schulleiter. Das Programm sei deshalb als Arbeitsauftrag zu verstehen und als Handlungsanleitung.

Drei Entwicklungszielen soll die besondere Aufmerksamkeit gelten: Um die sozialen Kompetenzen im Umgang mit Krisen zu stärken, wird noch in diesem Schuljahr ein auf die Schule abgestimmtes Konzept erstellt und eine Lehrerfortbildung angeboten. Zusätzlich soll möglichst schnell die Ausbildung einer Beratungslehrkraft beantragt werden.

Berufsorientierung

Ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt ist die Studien- und Berufsorientierung. Auch hierzu soll ein Konzept folgen und die inhaltliche Vor- und Nachbereitung des Zukunftstages intensiviert werden. Der Zukunftstag ist eine bundesweite Aktion, bei der sich Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe fünf in Betrieben und Hochschulen über Berufe informieren können.

In der Mittel- und Oberstufe will man außerdem die „innere Erkundung“ im Rahmen der Berufsorientierung verankern. Hier geht es für die Schüler darum, die eigenen Stärken und Schwächen oder Interessen zu erkennen. Weil auch Gymnasiasten Bewerbungen schreiben müssen, steht dieses Thema fächerübergreifend ebenfalls auf dem Programm.

Der dritte Entwicklungsschwerpunkt sei mit Blick auf den Erhalt der Schule besonders wichtig, heißt es. Denn es geht um die Akzeptanz des Gymnasiums in der Region. Die Maßnahmen betreffen den Übergang von der Grund- und Oberschule, die individuelle Förderung der Schüler und Wahlmöglichkeiten bei Kursen sowie neu konzipierten Informationsangeboten.

Spanisch als Fremdsprache

So will man zum Beispiel Schülern anderer Schulen, die bislang keine zweite Fremdsprache hatten, den Besuch der gymnasialen Oberstufe ermöglichen. Dafür soll in der Oberstufe Spanisch als zweite Fremdsprache eingeführt werden. (zyp)

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