Uslars Feuerwehren kämpften mit alten Handdruckspritzen um den Sieg

Acht Feuerwehrleute pumpen, einer muss zielen: Beim Wettbewerb der Feuerwehren mit ihren alten Spritzen hatten Akteure und Zuschauer im Park hinter der Kirche gleichermaßen Spaß. Im Bild die Ortsfeuerwehr Dinkelhausen. Fotos: Dumnitz

Uslar. Was früher normales Arbeitsgerät der Feuerwehren war, mutet heute ein wenig nostalgisch an. Am Sonntag lockten die alten Handdruckspritzen, die teilweise bis in die 1950er-Jahre ihre Dienste leisteten, viele Interessierte auf die Grünfläche hinter der Kirche in Uslar. Erstmals waren dort die Schätzchen der Ortsfeuerwehren Dinkelhausen, Delliehausen, Wiensen, Fürstenhagen, Verliehausen und Uslar für die Betrachter aufgereiht.

In einem Spaßwettbewerb war dann Handarbeit und Zielgenauigkeit gefragt. Meist standen sich jeweils vier Feuerwehrleute auf beiden Seiten der Spritzen an den Handschwengeln gegenüber. Dann wurde gepumpt. Am Ende des Schlauches musste einer aus dem Team dann möglichst viel Wasser in einen Container spritzen. Am Ende gewann die Ortsfeuerwehr Dinkelhausen das Wettpumpen vor der Ortsfeuerwehr Wiensen und der aus Delliehausen.

Stadtbrandmeister Jörg Jacob gab den Zuschauern als Moderator Informationen zu den Spritzen, die in den ersten Jahren noch von Pferden und später von Treckern zum Einsatzort gezogen wurden.

Einsatz bei Festumzügen

Zu den ältesten Spritzen, die in den Orten meist in Scheunen oder Garagen stehen und gut gepflegt werden, weil sie ab und zu noch bei Festumzügen zum Einsatz kommen, gehörten die von 1879 aus Uslar und von 1895 aus Fürstenhagen. Mit ausgestellt waren laut Jacob auch die Anhängerleitern aus Schlarpe und Volpriehausen und die kleinste Handdruckspritze aus Vahle. Die Bollenser hatten einen Feuerwehranhänger mit, wie er auf den Dörfern lange in Gebrauch war.

Der Stadtbrandmeister nutzte die Gelegenheit und fotografierte die Teams der Ortsfeuerwehren mit ihren Spritzen vor der Johanniskirche. „So viele alte Schätzchen unserer Ortsfeuerwehren hatten wir noch nicht an einer Stelle“, freute sich der Stadtbrandmeister, der von Museumsleiter Althaus zu der Schau inspiriert wurde.

Freude gab es auch bei Museumsleiter Dr. Daniel Althaus: Viele Besucher der Spritzenschau hätten die Gelegenheit für einen Rundgang durch das Museum genutzt. Da läuft noch bis zum 25. September die Sonderausstellung „Heiße Helden“. Präsentiert werden dabei die vielfältigen Aspekte der Feuerwehrarbeit in vergangener Zeit.

Weitere Schau im August

Am Sonntag, 28. August, soll es laut Jacob eine weitere Schau an gleicher Stelle hinter dem Museum geben. Dann wollen die Feuerwehren ihre aktuelle und moderne Technik präsentieren und auch Mitmachaktionen für Kinder vorbereiten.

Öffnungszeiten des Museums: Dienstags bis sonntags von 15 bis 17 Uhr, freitags von 10 bis 12 Uhr. Infos und Kontakt: Museumsleiter Dr. Daniel Althaus, Tel. 05571-307142.

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