Volksbank Solling erwartet weniger Gewinn, ist aber dennoch optimistisch

Insgesamt optimistisch: So gaben sich die Vorstände Dirk Hesse (links) und Daniel Scholz von der Volksbank Solling am Mittwoch bei der Präsentation der vorläufigen Zahlen für 2015 und dem Ausblick auf 2016 am Stammsitz in Hardegsen. Foto: Schneider

Hardegsen/Uslar. Die Volksbank Solling setzt ihren Kurs als regionaler und selbstständiger Vollanbieter fort: Das bekräftigten die Vorstände Dirk Hesse und Daniel Scholz am Mittwoch beim Rückblick auf 2015 und beim Ausblick auf 2016. Von Fusion und ähnlichen Absichten ist demnach nicht die Rede.

Scholz verglich die Volksbank mit einem Fiat 500, der in jede Parklücke passe. Sein Kollege Hesse setzte den Vergleich fort: Der Fiat stehe als Alltagsauto jeden Tag zur Verfügung.

Vorläufige Zahlen für 2015

Die beiden Vorstände gaben die vorläufigen Zahlen für 2015 bekannt. Man sei stolz auf das Wachstum bei den Krediten mit einem Anstieg von 138 Millionen Euro in 2014 auf 147 Mio. Euro im Vorjahr, ebenso auf das Eigenkapital, das voriges Jahr 31,6 Mio. Euro erreichte (Vorjahr 2014: 29,2 Mio. Euro). Es gibt aber auch andere Entwicklungen. Die Niedrigzinsphase sei wie bei vielen anderen Banken der Grund dafür, dass das Betriebsergebnis 2015 das von 2014 mit 2,8 Millionen Euro nicht erreichen, sondern knapp darunter liegen werde.

Die Bilanzsumme beträgt Ende 2015 etwa 365 Mio. Euro (2014: 352 Mio. Euro), die Kundeneinlagen 296 Mio. Euro (283 Mio. Euro). Die Zahl der Kunden beträgt 24 033, mit 45 829 Kunden-Konten. Die Zahl der Mitglieder ging trotz 252 neuer Mitglieder von 12 199 auf 12 094 zurück.

Weniger DIVIDENDE

Insgesamt zeichnet sich wohl ab, die Dividende zu kürzen, die aus dem Gewinn auf die Geschäftsanteile ausgeschüttet wird. Zuletzt waren das immer 6,5 Prozent, im Jahr 2014 also 189 000 Euro. Aus den Reihen der Vertreter werde wohl der Vorschlag kommen, die Dividende aufgrund der Wirtschaftslage auf 5,5 Prozent zurückzunehmen, hieß es am Mittwoch.

Weniger Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter ist auf 90 zurückgegangen. Der größere Rückgang über die Jahre verteilt komme daher zustande, dass Mitarbeiter aus dem früheren Kornhaus nicht mehr mit aufgeführt werden. Bekanntlich sind die Warenabteilungen der Volksbank Solling und der Volksbank Adelebsen als Raiffeisen Adelebsen-Uslar GmbH zusammengelegt worden. Die Raiffeisen-GmbH werde 2015 „eine schwarze Null“ erwirtschaften, bedingt durch Nachwehen der Fusion, heißt es. Die Volksbank verspricht sich jedoch eine erfolgreiche Entwicklung für das Tochterunternehmen, unter anderem durch die Wahl des neuen Geschäftsführers Fried Müller aus Nörten-Hardenberg.

Auf der personalpolitischen Schiene komme für die Volksbank hinzu, dass das Reinigungspersonal nicht mehr mitgezählt werde, weil es einem Dienstleister angehöre.

Unter den 90 Mitarbeitern befinden sich zehn Auszubildende. Damit bilde die Volksbank weiterhin über Gebühr aus.

Öffnungszeiten gekürzt

Während die elf Geschäftssstellen der Volksbank gehalten werden („Wir bleiben in der Fläche“) seien die Öffnungszeiten an den Bedarf und die Stoßzeiten angepasst worden, sagte Vorstand Scholz. Er hob zugleich hervor, dass die Mitarbeiter der Bank unabhängig von den Öffnungszeiten werktags von 8 bis 20 Uhr für Beratungen zur Verfügung stünden.

Ausblick auf 2016

Mit Blick auf 2016 setzt die Volksbank auf „Omnikanalkompetenz“, ein Kommunikationsnetz, das die Bank förmlich rund um die Uhr erreichbar macht. Zudem gehe es um ein neues Online-Bezahlverfahren und das neue Bank-Card-Mehrwertprogramm, für das noch mehr regionale Partner gewonnen werden sollen. (fsd) Archivfoto: zsv/nh

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