Wildparkhaus ist undicht und muss vier Monate geschlossen werden

Einweihung mit Besuch des Nikolauses: Anfang Dezember 2013 wurde das repräsentative Wildparkhaus bei Neuhaus unter anderem im Beisein des Niedersächsischen Landwirtschaftsministers Christian Meyer (2.von rechts) und Landesforsten-Präsident Klaus Merker (4. von rechts) feierlich eingeweiht. Jetzt stehen Sanierungen wegen gravierender Baumängel an. Archivfoto: Dumnitz

Neuhaus. Im Dezember 2013 wurde das Wildparkhaus als neues Besucherzentrum am Wildpark in Neuhaus feierlich eingeweiht, jetzt soll das für zwei Millionen Euro errichtete Gebäude der Niedersächsischen Landesforsten leergeräumt und für vier Monate komplett geschlossen werden, damit dringend nötige Arbeiten erledigt werden, bevor die Schäden noch größer werden.

Laut Pressemitteilung der Niedersächsischen Landesforsten bleibt der Wildpark unabhängig von der Schließung des Wildparkhauses durchgehend geöffnet. Das Besucherzentrum schließt am 1. Februar bis voraussichtlich Ende Mai. Grund sind laut Landesforsten-Pressesprecher Michael Rudolph (Clausthal-Zellerfeld) „notwendige Sanierungsarbeiten am Gebäude, die die vorhandenen Baumängel und die notwendigen Überarbeitungen nach dreijähriger Nutzung beheben“ sollen. Konkret geht es laut Rudolph um drei Bereiche: ein undichtes Fast-Flachdach, Nachbesserungen an der Heizungs- und Lüftungsanlage sowie um eine fehlende oder schadhafte Drainage rund ums Gebäude.

Schnelles Handeln nötig

Rund vier Monate sollen die Arbeiten im Innern des Gebäudes, am Dach und an der Außenabdichtung dauern, heißt es von Walter Hennecke, dem Leiter des Forstamtes Neuhaus, in dessen Zuständigkeitsbereich das Wildparkhaus fällt. „Wir müssen das Wildparkhaus bis zum 31. Mai schließen, weil die Gewerke nicht bei laufendem Publikumsbetrieb erledigt werden können“, sagt Hennecke.

Schnelles Handeln sei jetzt erforderlich, um gravierende Schäden am Haus durch eindringendes Wasser zu verhindern. „Die Baumängel haben wir frühzeitig erkannt und angezeigt. Jetzt liegen die Sachverständigen-Gutachten vor, und die Nachbesserungen erfolgen innerhalb der Gewährleistungsfristen“, so der Forstamtsleiter.

Büros werden ausgelagert

Die Arbeitsplätze und Büros aller Mitarbeiter im Wildparkhaus sind während der Bauphase komplett ausgelagert. Im Wildparkhaus untergebracht sind neben der Verwaltung auch das Touristik-Büro Hochsolling unter der Leitung von Timo Illig, das Café & Bistro Rotwild von Familie Carsten Macke (Silberborn) sowie das Büro des Zweckverbandes Naturpark Solling-Vogler mit Geschäftsführer Kurt Hapke. Die Touristik-Information und der Zweckverband werden voraussichtlich wieder die Räume im Haus unterhalb des Hauses des Gastes in Neuhaus beziehen.

Der Eingang zum Wildpark erfolgt während der Zwangsschließung von Februar bis Ende Mai über die Terrasse des Gebäudes. Außerdem ist während der Zeit ein Imbisswagen auf dem Parkplatz vorgesehen, um Besucher vor allem an den Wochenenden mit Essen und Getränken zu bewirten.

„Sämtliche Veranstaltungen im Wildpark laufen programmgemäß weiter. Dies gilt für die Führungen zu den Wildtieren im Winter genauso wie für den Saisonstart der Falknerei am 1. April 2017“, heißt es vom Wildparkleiter Robert Willeke. (jde)

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