Wer will Haus der Jugend in Uslar?

Idyllisch gelegen: Hinter altem Baumbestand wirkt das Haus der Jugend an der Bahnhofstraße in Uslar recht imposant. Die ehemalige Winterschule gehört der Stadt Uslar, wurde lange von der Kreisvolkshochschule Northeim genutzt und steht zum Verkauf. Fotos: Dumnitz

Uslar. Die Stadt Uslar bietet das Haus der Jugend zum Verkauf an. Es ist das große Gebäude an der Bahnhofstraße 10. Grund sind bauliche Mängel. Grundlage ist ein Beschluss darüber, der schon lange vorliegt.

Bürgermeister Torsten Bauer sagte auf Anfrage, dass die baulichen Mängel natürlich nicht geringer würden. Zum anderen gebe es potenzielle Interessenten, die wegen des Hauses an die Stadt Uslar herangetreten seien. Daher habe die Stadt inseriert. Bis zum 30. November können sich Interessenten noch melden und Angebote abgeben.

Der Wert der Immobilie wird laut Bürgermeister auf 50 000 Euro geschätzt. Von dem Wert gehe die Stadt auch bei den Verkaufserhandlungen aus.

Schule und Krankenhaus

Das 1910 erbaute Haus hat eine vielfältige Vergangenheit. Die linke Gebäudehälfte nutzte zunächst die Kreissparkasse, die rechte die Winterschule genannte Landwirtschaftsschule. Im Ersten Weltkrieg diente das Haus als Lazarett und war auch nach dem Zweiten Weltkrieg zeitweise noch einmal Krankenhaus.

Heute wird es Haus der Jugend genannt, weil Uslars Stadtjugendpfleger darin sein Büro und andere Räume hat. Untergebracht ist hier unter anderem das Jugend-Café der Stadtjugendpflege, ferner ein Übungsraum für Bands, den das Gitarren- und Klavierinstitut Gloger maßgeblich unterstützt. Darüber hinaus haben mehrere Vereine ihre Räume in dem großen Haus wie die Modellflieger und der Verein Karate-Dojo. Schließlich ist eine Wohnung in dem Haus vermietet.

Wenn sich ein Verkauf abzeichne, werde sich die Stadt in erster Linie um die Jugendpflege und den Mieter kümmern, das sei gar keine Frage, sagte Bauer. Wichtig sei zudem, wie das Gebäude nach dem Verkauf genutzt werden soll. Über all das werde die Stadt in Ruhe beraten, versicherte der Bürgermeister. Zunächst aber sind noch fast zwei Monate Zeit bis zum Ablauf der Bietfrist am 30. November.

Sanierungsstau

Die Stadt Uslar schreibt im Inserat von einem Wohn- und Geschäftsgebäude, das vor dem Ersten Weltkrieg erbaut wurde. Es verfügt über drei Etagen plus Keller. Die teilweise vermietete Wohn- und Nutzfläche beläuft sich auf 1250 Quadratmeter. Das Grundstück ist 3137 Quadratmeter groß. Darauf befinden sich zwei Garagen und ein Abstellraum. Außerdem steht in der Beschreibung der Stadt: Es handelt sich um ein Einzelbaudenkmal, Sanierungsstau ist vorhanden.

Gebote können bis zum 30. November bei der Stadt Uslar, Baumanagement, Graftplatz 3, eingereicht werden. Besichtigungen können vorher vereinbart werden. Das Mindestgebot liege bei 44 500 Euro, heißt es. Die Stadt ist nicht an das Höchstgebot gebunden. Nähere Auskünfte erteilt Petra Möhle, Tel. 05571-307170. (fsd)

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