Täglich Neues lernen

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Vielfalt und Herausforderung: Sören Mendel absolviert seine Ausbildung zum Anlagenmechaniker im Meisterbetrieb von Bernd Schrader in Eltmannshausen.

Werra-Meißner-Kreis. Am besten gefällt mir der Kundenservice- und kontakt. Es ist schön, den Leuten zu helfen“, sagt Sören Mendel. Er ist seit einem Jahr Auszubildender zum Anlagenmechaniker beim Meisterbetrieb von Bernd Schrader in Eltmannshausen und hat eine Menge Spaß an seinem Beruf.

Über ein Praktikum war er auf den Betrieb aufmerksam geworden, im September begann er seine Lehre. Jetzt ist er mit den Gesellen des Betriebs auf ganz unterschiedlichen Baustellen unterwegs, täglich warten neue Herausforderungen und Arbeitsbereiche auf den Auszubildenden.

„Unser Beruf ist sehr vielfältig, kein Tag ist wie der andere, keine Baustelle wie die nächste“, erklärt Bernd Schrader, Innungsobermeister der Sanitär und Heizungstechnik des Werra-Meißner-Kreises.

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Durch den Wandel von Öl und Gas als Standard bei der Heiztechnik hin zu Umweltwärme wie Solar, Holz und Pellets hat sich Vieles verändert. Viel komplexer und anspruchsvoller als vor ein paar Jahren sei die Arbeit geworden, erzählt Schrader weiter. Aus diesem Grund entscheiden sich Azubis zum Anlagenmechaniker Heizung und Sanitär noch während der Lehre, die dreieinhalb Jahre dauert, entweder für die Spezialisierung Wärme oder Wasser.

Neben der Praxis im Betrieb gehören auch eine gute berufsschulische Bildung sowie eine überbetriebliche Ausbildung dazu. Dort müssen Fälle gemeistert werden, die im Alltag nicht häufig vorkommen. Da Elektrowissen heute Teil der Anlagenmechanik ist, werden Lehrlinge auch in diesem Bereich ausgebildet.

Voraussetzungen

Handwerkliches Geschick, Interesse am Beruf, kundenorientiertes Arbeiten und Fingerspitzengefühl zählen zu den Voraussetzungen für eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker. „Wir geben uns große Mühe auch Schwächere auf einen gewissen Ausbildungsstand zu bringen“, betont Schrader. „Dazu gibt es spezielle Fördermöglichkeiten.“ Besonders ein Praktikum hilft bei der Berufsorientierung. Ein guter Hauptschulabschluss ist dann ausreichend, vor allem ein Verständnis in Physik, Mathe und Deutsch sind wichtig.

Nach der Ausbildung

„Wir möchten die Leute, die wir ausbilden, auch gerne im Betrieb halten“, betont Schrader. Viele Ausgelernte werden den Handwerksbetrieben von der Industrie abgeworben. „Irgendwann haben wir dann aber keine Fachkräfte mehr“, gibt der Obermeister zu bedenken. Dabei sind die Verdienstmöglichkeiten als Anlagenmechaniker sehr gut. Eine Weiterbildung zum Meister und ein anschließendes Studium oder eine Selbstständigkeit sind Möglichkeiten nach der Ausbildung.

B ewerbungsmöglichkeiten

Bei Interesse an einer Lehre zum Anlagenmechaniker können sich Jugendliche über die Handwerkskammer Kassel oder die Kreishandwerkerschaft Werra-Meißner über offene Stellen informieren. (sek)

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