Tourismusausschuss gegen neuen Campingplatz und Aktiv-Angebot am Gradierwerk

Ausbessern als Tourismus-Attraktion? Die Idee, das Gradierwerk für Aktiv-Angebote für Manager-Training und ähnliche Aktivitäten zu nutzen, sieht der Tourismus-Ausschuss mit Skepsis. Foto: Forbert
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Ausbessern als Tourismus-Attraktion? Die Idee, das Gradierwerk für Aktiv-Angebote für Manager-Training und ähnliche Aktivitäten zu nutzen, sieht der Tourismus-Ausschuss mit Skepsis.

Bad Sooden-Allendorf. Aus der Idee eines Campingsplatzes am Alleerasen in der Badestadt wird nichts. Wegen Überschwemmungsgefahr sei die Fläche nicht geeignet, so lautete die Einschätzung.

Deshalb kam der Parlamentsausschuss für Tourismus, Wirtschaft und Kultur jetzt zu dem Ergebnis, dass man nun nach anderen Flächen suchen sollte. Das berichtete Ausschussmitglied Heike Krumpholz (Grüne) auf Anfrage.

Zuvor sollen aber Experten aus der Tourismusbranche noch befragt werden, inwieweit sie einen weiteren Campingplatz im Werratal - neben dem im nahen Wahlhausen und den in Witzenhausen - für sinnvoll erachten. Womöglich sollte man auch eher eine abgespeckte Version für Kanu-Touristen ins Auge fassen, gab Krumpholz die Meinung aus dem Ausschuss wider.

Skeptisch äußerten sich die Ausschussmitglieder auch zu der Überlegung, den Tourismus in der Badestadt mit einem Aktiv-Angebot im Rahmen der Instandsetzungsarbeiten am Gradierwerk anzukurbeln. Vertrauensbildende Maßnahmen für Manager sollten vielleicht doch eher an einer Kletterwand oder auf dem Männerspielplatz erfolgen als beim Austauschen von Schwarzdorn, so die überwiegende Meinung im Ausschuss. Außerdem müssten viele Fragen von der Versicherung bis zu Folgen von Regressforderungen geklärt werden.

Da aber Instandsetzungsarbeiten am letzten noch erhaltenen Gradierwerk eigentlich jährlich notwendig sind, wurde auch die Überlegung geäußert, Schreinergesellen auf der Walz zum Mithelfen zu bewegen. Letztmals fand 2012 eine Sanierung von Schwarzdornfeldern statt.

Am Ende der Beratung aber, fasste Krumpholz zusammen, habe man nicht so richtig weitergewusst.

Die beiden Anträge Campingplatz und Aktiv-Angebot hatte die CDU-Fraktion schon im Herbst 2012 im Parlament eingebracht. Kurz vor Ende der Wahlperiode nun befasste sich der Tourismus-Ausschuss erst damit.

Nicht überall Tempo 30

Außerdem beriet der Ausschuss jetzt noch über den im Dezember 2015 eingebrachten Grünen-Antrag, schrittweise für alle Straßen im Stadtgebiet ein Limit von Tempo 30 zu erlassen. Da für diese „große Lösung“ aber offensichtlich keine Mehrheit im Parlament zu gewinnen ist, wollen die Grünen sich zunächst mit Tempo 30 für die Straßen Am Bahnhof und Hilberlachestraße bescheiden. Zudem soll die Stadt auf Wunsch des Ausschusses dem Parlament vorschlagen, beim Landkreis darauf hinzuarbeiten, dass auch für die Waldisstraße, die Gartenstraße und die Straße An den Soleteichen - allesamt Kreisstraßen - die zulässige Höchstgeschwindigkeit reduziert wird. (sff)

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