Feuerwehr und ADAC empfehlen Autofahrern die Rettungskarte

Eine Karte im Auto kann Leben retten

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Rettungskarte

Werra-Meißner. Bei einem Unfall entscheiden oft Minuten über Leben und Tod: Eine Rettungskarte mit den wichtigsten Hinweisen zur im Fahrzeug verbauten Sicherheitstechnik und verwendeten Gefahrstoffen hinter der Fahrersonnenblende kann bei der Rettung wertvolle Zeit sparen – und die Sicherheit für den Verunfallten sowie die Retter erhöhen.

„In der Regel explodieren Gastanks oder Gasdruckpatronen nicht bei Beschädigung, aber es knallt dann sehr laut“, sagt Kreisbrandinspektor Christian Sasse. Dies könne sowohl für den Retter als auch den Verunfallten äußerst unangenehm sein. Selbstverständlich bekomme die Feuerwehr die Infos zu einem verunfallten Fahrzeug ebenfalls über die Leitstelle oder durch eine Kennzeichen-Abfrage, aber mit der Rettungskarte ginge es schneller und die Qualität sei besser, fügt Sasse an: „Wenn die Mobilfunkverbindung nicht gut ist, dann werden die Daten per Fax geschickt oder telefonisch erklärt.“ Mit der Rettungskarte hätten die Helfer alles schnell auf einen Blick und könnten direkt starten.

 „Es ist hilfreich, wenn man genau weiß, wo man die Rettungsschere ohne Gefahr für die Insassen und Retter ansetzen kann“, sagen Udo Schulz, Gemeindebrandinspektor Herleshausen, und Sontras Stadtbrandinspektor André Bernhardt. Neben den Infos zur verbauten Technik würden die Helfer so auch schnell sehen, an welcher Stelle etwa gehärteter Stahl zur Verstärkung der Karosserie verwendet wurde, und demnach den Einsatz der Rettungsschere planen, fügt Bernhardt hinzu.

In Herleshausen werde laut Schulz der Computer des neuen Einsatzleitwagens mit Internet ausgerüstet, sodass unter anderem auf die Rettungskarten zugegriffen werden kann. Witzenhausens Stadtbrandinspektor Björn Wiebers weist auf noch ein Problem hin: die im Fahrzeug verwendeten Gefahrstoffe wie Kühlflüssigkeiten und Öle. „Einige davon sind bei Austritt hochgradig gesundheitsgefährdend, da ist es wichtig, die Infos schnell zur Hand zu haben.“

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