Pilotprojekt zeigt Erfolg

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„Berufsstart Bau“: Maruf, Abu Assef, Mustafa, Abdul Hamid, und Mumorteza haben ein Jahr Zeit, am ABZ in Eschwege verschiedene Berufe im Bauwesen kennenzulernen. Heiko Schilling (4. von rechts) ist Leiter des ABZ.

Eschwege. Die langfristige Sicherung von gut ausgebildeten Fachkräften ist in der Region auch für die Bauwirtschaft ein dringendes Thema.

Um junge Leute für Berufe im Bau zu gewinnen und zu begeistern, wurde vor zwei Jahren das Pilotprojekt „Berufsstart Bau“ am Ausbildungszentrum der Bauwirtschaft für den Werra-Meißner-Kreis (ABZ) ins Leben gerufen, das jetzt bereits Erfolg zeigt.

In die einjährige Einstiegsqualifizierung kamen über die Arbeitsagentur und die Stabsstelle Migration beim Kreis zwölf junge Männer zwischen 23 und 35 Jahren, die fast ausschließlich aus Afrika stammen. „Vier von ihnen haben jetzt feste Ausbildungsverträge, bei ein oder zwei weiteren wird es auch noch klappen“, sagt Heiko Schilling, Leiter des ABZ in Eschwege. „Das ist eine Vermittlungsquote von 50 Prozent. Die Jungs in dieser Truppe waren hochmotiviert und für die Sache zu begeistern“, sagt er. Inzwischen hat die nächste Gruppe junger Männer, die größtenteils aus Afghanistan kommen, beim ABZ angefangen.

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Das Projekt „Berufsstart Bau“ war von der Soka-Bau (Service und Vorsorge für die Bauwirtschaft) initiiert worden, um jungen Leuten, Gelegenheit zu geben, sich in verschiedenen Bauberufen auszuprobieren und Arbeitsalltag und Betriebe kennenzulernen. Erweitert wurde das Programm um Sprachunterricht für Flüchtlinge. Am ABZ werden die Grundkenntnisse vermittelt, die Praktika finden auf betrieblichen Baustellen statt.

Ein weiteres Programm „Berufsorientierung Plus“ richtet sich an junge Einwanderer bis 27 Jahre. In einer dreimonatigen Phase lernen die jungen Menschen mindestens drei Berufsfelder am ABZ in Eschwege praktisch kennen und können dabei ihre eigenen Eignungen und Neigungen erkunden. Berufsbezogene Sprachförderung, Intergrationsunterstützung in die Gesellschaft und sozialpädagogische Begleitung ergänzen das Angebot.

Das Ausbildungszentrum

Das Ausbildungszentrum der Bauwirtschaft für den Werra-Meißner-Kreis (im Südring 35 in Eschwege), bei dem die beiden Projekt ihre Umsetzung finden, leistet hauptsächlich die überbetriebliche Ausbildung in verschiedenen Bauberufen.

Für Maurer und Stahlbetonbau findet die überbetriebliche Ausbildung während der gesamten Lehrzeit hier statt, Fließenleger, Zimmerer und Straßenbauer absolvieren hier nur die sogenannte Grundstufe während ihres ersten Ausbildungsjahres.

Wer vor der Ausbildung ein Abitur gemacht hat, kann dann auch in einem dualen Studiengang Bauingenieurwesen an der Uni Kassel studieren. „Wir haben in Kassel ein sehr engagiertes Professoren-Team“, sagt Schilling. Das ABZ ist offizieller Kooperationspartner der Universität. (salz)

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