Volles Tarifgehalt ab Januar 2016

Nächstes Jahr mehr Geld für Personal im Klinikum Werra-Meißner

Eschwege/Witzenhausen. Die Mitarbeiter des Klinikums Werra-Meißner bekommen ab Januar 2016 wieder ihr volles Tarifgehalt.

Das bestätigten die beiden Klinik-Geschäftsführer Christoph Maier und Prof. Ulrich Vetter im Gespräch mit unserer Zeitung. In der Vergangenheit war immer wieder Kritik an der Unternehmenspolitik der Gesundheitsholding Werra-Meißner laut geworden.

Nach HNA-Informationen beklagen viele Patienten und niedergelassene Ärzte den schlechten Service in den Krankenhäusern. Insbesondere am Standort Witzenhausen wurde Kritik geäußert, das Pflegepersonal sei schlecht bezahlt und überlastet.

Richtig ist, dass das Personal seit 2010 auf 3,5 Prozent des Jahresgehalts verzichtet, um einen finanziellen Beitrag von 750 000 Euro pro Jahr zum Erhalt der Häuser an den Standorten Eschwege und Witzenhausen zu leisten. Der Zukunftssicherungsvertrag laufe Ende des Jahres aus, wirke aber noch bis 2017 nach, sagen Vetter und Maier. Vertraglich fixiert sei, dass die beiden Häuser bis 2017 nicht verkauft werden dürfen. Außerdem werde es bis dahin keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Das Klinikum schreibe wieder schwarze Zahlen - die aktuelle Bilanz soll im Mai veröffentlicht werden.

In den vergangenen fünf Jahren hatte das Klinikum 20 Millionen Euro vom Land Hessen erhalten und selbst weitere zehn Millionen Euro investiert. Allein in den Standort Witzenhausen seien rund zehn Millionen geflossen. „Etwa 80 Prozent der Patienten in Witzenhausen sind über 70 Jahre alt“, sagt Maier. Dort wurde in die Gerontopsychiatrie, Geriatrie und Palliativmedizin investiert.

„Man kann nicht nur wegsparen, sondern muss auch investieren“, sagt Vetter. Das zeige sich auch an den Patientenzahlen. Das Klinikum habe so viele Patienten behandelt wie noch nie in den vergangenen acht Jahren zuvor.

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