Übertragung am Sonntag

Im Finale: Kleinvach will "Dolles Dorf" werden

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Sie treten für Kleinvach im Finale des Hessen-Wettbewerbs Dolles Dorf am Sonntag beim Hessentag in Herborn in grün an: (von links) Levent Kirmizigül, Ute Kirmizigül, Eduard Stark, Denise Polednicek und Manfred Bode. Ortsvorsteher Klaus Polednicek (Zweiter von links) hat für den mitreisenden Anhang – immerhin ein Viertel des Dorfes ist dabei – schon ein Banner herstellen lassen.

Kleinvach. Mit fünf Leuten tritt Kleinvach beim Hessen-Wettbewerb "Dolles Dorf" an. Nun steht das Team im Finale auf dem Hessentag - und jeder vierte Kleinvacher fährt mit zum Anfeuern.

Beim vielbesuchten Blasmusik-Konzert zu Himmelfahrt auf Kleinvachs Festplatz wählte Ortsvorsteher Klaus Polednicek das Team kurzerhand selbst aus, das am Sonntag beim Finale des Hessen-Wettbewerbs „Dolles Dorf“ den Sieg für den Bad Sooden-Allendorfer Stadtteil erringen soll: Tochter Denise Polednicek (28), Ute Kirmizigül (46), deren Sohn Levent Kirmizigül (23), Manfred Bode (51) und Eduard Stark (52).

Warum dieses Quintett, das noch Marcel Gros und Patrick Gros als Ersatzmitspieler im Rücken hat? Das sei eine gute Mischung, antwortet der Dorfchef, „vom Alter her“ und „wegen der unterschiedlichen Charaktere“.

„Wir harmonieren gut“, sagt Denise Polednicek sofort. Und Ute Kirmizigül fügt hinzu: „Wir ergänzen uns gut.“ Das ist auch sinnvoll, denn beim Finale beim Hessentag in Herborn ab 17.30 Uhr werden Geschicklichkeit und Koordination, Kraft und gute Augen, Schätzvermögen und Wissen bei insgesamt sechs Spielen samt Quizfragen verlangt.

Nur ein Spiel ist bekannt: Das traditionelle Fischerstechen, bei dem man das gegnerische Team ins Wasser stoßen muss. Dafür sind Manfred Bode und Eduard Stark auserkoren. „Manni“ hat früher gesurft, und „Eddi“ ist schon vom Nachnamen her prädestiniert. Außerdem hat sich Eduard Stark als der Motivator des Teams herausgestellt: „Es geht noch was“, ist sein Credo.

Derweil will „Mutter“ Ute Kirmizigül der ruhende Pol der Truppe sein. „Locker sein und Spaß haben“, das ist ihr Anspruch an sich und den Sonntagabend. Ansonsten bringen die Fünf Ehrgeiz und Kampfgeist ein, wie sie alle sagen. Wobei: Siegen wollen sie zwar schon. Aber wenn es nicht klappt, sei das auch kein Weltuntergang. Schließlich sei auch viel Glück dabei.

„Schöner ist, als Dorfgemeinschaft so einen Tag zusammen zu verbringen.“

Obwohl mit Waldkappel-Bischhausen und Sontra-Wichmannshausen schon zwei Dörfer aus dem Werra-Meißner-Kreis das Siegen vorgemacht haben? Schöner findet Denise Polednicek, „als Dorfgemeinschaft so einen Tag zusammen zu verbringen“. In der Tat: Der von Dorfchef Klaus Polednicek organisierte 60-Sitzer-Bus ist schon ausgebucht. Das heißt, angesichts von 234 Einwohnern ist jeder vierte Kleinvächer in Herborn dabei.

Deshalb wird vor dem Wettkampf auch nicht mehr besonders geübt: „Wir lassen es einfach auf uns zukommen“, spricht Denise Polednicek für alle. Wichtig sei gute Laune.

Einen Anreiz zum Gewinnen hat aber der heimische Lindenwirt doch gegeben: Sohn Martin Thomas kündigte an, bei einem Sieg sei die Party für den ganzen Bus bei der Rückkehr schon vorbereitet. Dann fehlt nur noch eins, ein Schlachtruf. Den will sich das Team noch überlegen - irgendwas mit „Kleinvach“ und „dolles Dorf“. Info: Wer am Sonntag nicht mit nach Herborn fährt, kann die Entscheidung im TV verfolgen: Das HR-Fernsehen überträgt die 120-minütige Show live ab 17.30 Uhr.

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