Sorge um das Glas- und Keramikmuseum Großalmerode: Fassade weist Schäden auf

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Wurde zur Sicherheit von Passanten abgesperrt: Das Glas- und Keramikmuseum in Großalmerode. Anfang August war ein Gefach oben links neben der Tür herausgefallen. Danach stellte die Stadt weitere Schäden an der Fassade fest. Besucher des Museums dürfen das Gebäude aber weiterhin betreten.

Großalmerode. In der Tonstadt sorgt man sich um das Gebäude, in dem das Glas- und Keramikmuseum untergebracht ist.

Nachdem Teile eines Lehmgefaches Anfang August aus der Fassade gefallen sind, stellte sich bei Kontrolluntersuchungen heraus, dass sich weitere Gefache aus dem Gebäude in der Straße am Kirchrain lösen könnten.

Deshalb steht das Thema auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung, die am heutigen Donnerstag ab 19.30 Uhr in Rommerode stattfindet. Wie aus den Unterlagen zur Sitzung hervorgeht, sind auch tragende Balken morsch, viele Holzfenster und Fensterbänke angefault.

Das ist besonders ärgerlich, weil das Glas- und Keramikmuseum erst vor gut 20 Jahren grundlegend saniert worden ist, berichtet Hauptamtsleiter Günter Raabe. Die Arbeiten kosteten damals 1,4 Millionen D-Mark und dauerten von 1997 bis 1999. Am Dienstag nun schauten sich Fachwerk-Experten das Gebäude noch einmal an: Dabei stellte sich laut Raabe heraus, dass es wohl größere Probleme mit dem Gebäude geben könnte als gedacht. Diese könnten möglicherweise auf unsachgemäße Sanierungsarbeiten vor 20 Jahren zurückzuführen sein. Symptome seien, dass Putz von der Fassade fällt und neue Fäulnisstellen gefunden worden seien. „Die Gemengelage ist kompliziert“, sagt Raabe. Wie groß die Schäden sind, könne erst in einer weiteren, gründlichen Untersuchung des Gebäudes ermittelt werden. Dazu muss das Haus nach Ansicht der Stadtverwaltung wohl komplett eingerüstet werden.

Weil das teuer werden kann, muss sich die Stadt zuvor die Erlaubnis des Parlaments holen. Es soll heute eine überplanmäßige Haushaltsausgabe in Höhe von 60.000 Euro genehmigen. Ob diese Summe allerdings ausreichen wird, vermag im Rathaus noch niemand zu sagen.

Bis auf Weiteres bleibt das Glas- und Keramikmuseum geöffnet, sagt Raabe. „Bereits geplante Veranstaltungen und Führungen finden weiterhin statt.“ Mit dem Geschichtsverein, der das Museum betreibt, sei abgesprochen worden, dass Besucher schnell und sicher ins Gebäude geleitet werden sollen.

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