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Autobahn 44: Symbolischer Spatenstich für den Abschnitt bei Küchen

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Küchen. Bergfest für die Autobahn 44 zwischen Kassel und Eisenach: 17 Kilometer der teuersten Autobahn der Welt (1,4 Milliarden Euro) sind im Bau oder fertiggestellt, für weitere 13 Kilometer besteht Baurecht. Diese 30 Kilometer sind fast die Hälfte der 64 Kilometer langen Strecke.

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"Schritt für Schritt kommen wir weiter", sagte denn auch Hessens Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) am Freitag beim symbolischen Spatenstich für den Abschnitt zwischen Hessisch Lichtenau/Ost und Hasselbach nicht ohne Stolz.

Nicht nur die Menschen im Werra-Meißner-Kreis merken jetzt, dass es doch etwas wird mit der A 44. Schon 2013 wird die 2,3 Kilometer lange Strecke auf der Lichtenauer Hochebene fertig sein. 2015 kommen dann weitere zehn Kilometer hinzu. Bereits 2016 sollen nach Schätzungen der Planer die Autos über die gesamte Autobahn rollen können.

Der gestern begonnene Abschnitt zwischen Hessich Lichtenau/Ost und Hasselbach ist 4,3 Kilometer lang. Er kostet insgesamt 81,7 Millionen Euro. Die Strecke beginnt östlich von Walburg in offener Bauweise hin zum Tunnel Küchen (1,3 km lang, 50,2 Mio. Euro teuer) und verläuft weiter an der B 7 entlang bis nach Hasselbach. Die gesamte Fahrbahn wird von bis zu vier Meter hohen Erdwällen umgeben sein. Minister Posch: "Diese Autobahn schützt alle: Die Menschen vor Lärm und auch die Tiere". Spezielle Wände schützen etwa die Fledermäuse vor dem Licht der Autos.

Der symbolische Spatenstich wurde von Protesten der Umweltschutzorgansisationen BUND und Robin Wood begleitet. Der Nabu ist dagegen mit der Autobahn zufrieden. Wie auch die Bürger aus Hessisch Lichtenau, die gestern jeder einen Buchstaben hochhielten. Zusammen ergab das die Parole: "Wir Menschen wollen und brauchen die A 44." (tho)

Video aus dem Archiv: Startschuss des teuersten Abschnitts

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