Jubiläumsfeier der Handballabteilung des Turnvereins im Juni 

Dieter Beck ist der Handballmacher von Hessisch Lichtenau

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Handballer: Dieter Beck in 2016, war 50 Jahre dem Handball in Hessisch Lichtenau verbunden. 

Hessisch Lichtenau. Seit 50 Jahren wird im Turnverein in Hessisch Lichtenau Handball gespielt. Das Jubiläum will die Abteilung am 3. und 4. Juni feiern.

Wie kaum ein zweiter war Dieter Beck aus dem Stadtteil Friedrichsbrück über all die Jahre dem Handballsport in der Lossestadt verbunden. Erst vor Wochen hat der ehemalige Abteilungsleiter sein Amt als Kassierer in jüngere Hände gegeben. In Anerkennung seiner verdienstvollen Tätigkeit ernannte ihn der Verein bereits 2007 zum Ehrenmitglied.

An die Anfänge des Handballspiels in der Lossestadt kann sich der gebürtige Wiesbadener, der in seiner Heimatstadt bereits Feldhandball spielte, noch gut erinnern. Hessisch Lichtenau war 1962 gerade Garnisonsstadt geworden. Noch im selben Jahr kam Beck als 24-jähriger Soldat mit seiner Einheit von Wolfhagen an die Losse.

Die B-Jugend des Lichtenauer Turnvereins Anfang der 1970er-Jahre: Trainer Dieter Beck (hintere Reihe von links), Peter Jünemann, Benno Zahnwetzer, Axel Noll, Thomas Fasold und Holger Bette. Davor Kerkhoff (knieend von links), Klaus Hermannsdörfer, Hans-Heinrich Nickel, Jürgen Harms, Klaus-Dieter Hild und Bertram Krause. 

In der Blücher-Kaserne erfuhr Beck, dass Sportausbilder Jürgen Rudloff eine Handballmannschaft des Panzeraufklärungsbataillons 2 trainierte. Doch die Turniere ausschließlich auf Divisionsebene waren den Soldaten im Laufe der Jahre zu wenig. Im damaligen Kreis Witzenhausen spielte man jedoch nur in Bad Sooden-Allendorf Handball, gespielt wurde im Kreis Eschwege. Die Wege zu den Ligaspielen bis an die ehemalige Zonengrenze waren Rudloff zu weit, die näheren Spielorte der Kreisliga Melsungen gefielen da schon eher.

Für die Mitgliedschaft im Landesportbund nahm Beck Kontakt mit dem TV Hessisch Lichtenau auf. Die Anmeldung war zugleich die Gründung der Handballabteilung, Beck wurde Kassierer. Mit der Spielberechtigung starteten die Lichtenauer 1966, also vor 50 Jahren, ihre erste Serie im Kreis Melsungen. Kein leichter Start für die junge Abteilung, denn die Spieler hatten sich längst an die Halle direkt am Gymnasium gewöhnt, mussten sich im Liga-Betrieb jedoch mangels geeigneter Hallen immer wieder auf das große Rasenfeld umstellen. Mitunter liefen sie statt mit elf, wie im Feldhandball üblich, auch nur mit neun Spielern auf. Trotzdem war die Euphorie so groß, dass sich schon bald genügend Jugendliche für eine Mannschaft fanden, Beck wurde zum Jugendtrainer und legte die Schiedsrichterprüfung ab.

Der Nachwuchs aus den eigenen Reihen brachte auch mehr und mehr Kontinuität in die Herrenmannschaft, die immer wieder durch Versetzungen der Soldaten oder deren Dienstende geschwächt wurde. 1968 hatte sich auch eine Damenmannschaft gegründet. Es folgte die stärkste Phase der Abteilung in den 1970er-Jahren mit bis zu zehn Jugendmannschaften, unterstützt von der Handball-AG der Freiherr-vom-Stein-Schule in Hessisch Lichtenau. Karin Engelhardt und Ulrike Peters waren sogar in der Hessenauswahl vertreten, die männliche B-Jugend wurde unter Trainer Beck zweimal Kreismeister in Melsungen.

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