Erstaufnahme in Hessisch Lichtenau soll geschlossen werden

Bald Geschichte: Die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge soll geschlossen werden. Archivfoto:  Röß

Hessisch Lichtenau. Die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge im Senkefeld in Hessisch Lichtenau soll geschlossen werden.

Dies hat das Hessische Ministerium für Soziales und Integration am Mittwoch der Stadt mitgeteilt. Das angepasste Standortkonzept des Ministeriums sieht vor, nach und nach 21 Standorte mit rund 15 000 Plätzen in Hessen aufzugeben - darunter auch die Einrichtung in der Lossestadt, in der momentan circa 200 Flüchtlinge untergebracht sind. Grund für die Überarbeitung des Konzepts, das erst vor vier Monaten die Schließung von 23 Standorten mit sich brachte, sind die seit April rückläufigen Flüchtlingszahlen. Bundesweit kommen monatlich nur noch 16 000 Flüchtlinge nach Deutschland, sagte Minister Stefan Grüttner laut der Pressemitteilung.

Wann das neue Konzept greift und welche konkreten Auswirkungen die Schließung für die Stadt hat, dazu konnte Bürgermeister Michael Heußner am Mittwoch noch keine Angaben machen. Auch zu den laufenden Pachtverträgen konnte er noch nichts Näheres sagen. Fakt ist jedoch, dass das Parlament wegen der Pachteinnahmen eine geplante Grundsteuererhöhung zurückgefahren habe. „Es ist genauso, wie wenn ein Betrieb schließt, es hängt mehr dran als die Verpachtung der Fläche, dort arbeiten Leute“, so Heußner. Was aus ihren Jobs wird, ist derzeit völlig offen.

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