Wie ein großes Familientreffen

45 Jahre Partnerschaft: Lichtenauer besuchten Freunde in Dessel

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Frohe Gesichter beim Austausch der Erinnerungsgeschenke: Die Bürgermeister Michael Heußner und Kris van Dijk mit den Erinnerungsgeschenken zum 45-jährigen Bestehen der Verschwisterung zwischen Dessel (Belgien) und Hessisch Lichtenau.

Dessel/Hessisch Lichtenau. Aus Hessisch Lichtenau hatten sich 52 Menschen in die Partnergemeinde Dessel in Flandern aufgemacht, um das 45-jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen den beiden Städten zu feiern.

Bürgermeister Kris van Dijck konnte beim Austausch der Jubiläumsgeschenke genauso auf eigene Jugenderinnerungen zurückgreifen wie sein Kollege Michael Heußner aus der Lossestadt. Als Jugendliche hatten beide an vielen Aktivitäten teilgenommen. Beide Politiker machten deutlich, wie wichtig es sei, den europäischen Gedanken weiter zu leben.

Die Desseler hatten für ihre Freunde von der Lossse ein umfangreiches Programm ge-plant. Federführung war dabei wieder Johann Wils, der Cheforganisator. Beeindruckt zeigten sich die vom Rettungsschirm geplagten Nordhessen von den Investitionen, die man in Belgien anscheinend problemlos finanzieren kann: Ein Sportzentrum, das zwölf Millionen Euro gekostet hat, 16 Fußballplätze, ein BMX Fahrrad-Parcours, der noch erweitert werden soll und eine neue Grundschule.

Möglich sind diese Investitionen unter anderen durch Steuereinnahmen aus der Endlagerstätte für schwach radioaktiven Abfall. Stolz führten die Flamen ihre nordhessischen Gäste durch das Naturschutzgebiet „De Maat“ bis zu dem Aussichtspunkt „Sas 4“, an dem sich gleich vier Wasserstraßen treffen.

Höhepunkt war der gemeinsame Besuch beim Musikfestival „Dessel swingt“. Schon 1971 waren Orpha und Guido Vertroeyen aus Dessel und Gerti und Edgar Rinsch dabei. Ihre enge Freundschaft, sogar in Urlaub sind die Paare zusammen gefahren, hat sich auf die Kinder übertragen. „Viele alte Dessler haben damals die Partnerschaft kritisch gesehen“, berichtet Gerti.

Für viele Desseler ist Hessisch Lichtenau auch heute noch eine feste Adresse, wo man gerne hinkommt. Und der Begriff „Aahle Wurscht“ zaubert auch Bürgermeister Kris van Dijk ein genießerisches Lächeln ins Gesicht. Aus Dessel kommen noch immer jedes Jahr Schulklassen nach Hessisch Lichtenau. Beide Stadtoberhäupter haben sich vorgenommen, dass solche Aktionen intensiviert werden sollen. Denn so herzlich und gut die Beziehungen noch sind, ohne die Jugend werden sie keinen Bestand haben. (zgg)

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