Zehnmal höhere Einnahmen möglich

Stadt soll Angebot eines Altkleidersammlers prüfen

Sammelstellen: Nicht so markant, wie die Altkleidercontainer gleich in Zehnerreihe am Ortseingang von Hessisch Lichtenau unterhalb des Autohofes auf der Zufahrt zum ehemaligen Güterbahnhof auf nicht städtischem Gelände stehen, sind jede Menge weitere Container über das gesamte Stadtgebiet verteilt. Foto: Röß

Hessisch Lichtenau. Die Stadt Hessisch Lichtenau hofft auf höhere Einnahmen aus den Gebühren für die Aufstellung von Altkleidercontainern.

Die Aussicht auf zehnmal höhere Einnahmen an Gebühren für die Aufstellung von Altkleidersammelcontainern im Bereich der Stadt Hessisch Lichtenau hatte der Magistrat zum Anlass genommen, den Stadtverordneten auf ihrer jüngsten Sitzung in Hopfelde einen Entwurf zur Änderung der Sondernutzungsgebühren zur Abstimmung vorzulegen.

Danach hatte die Firma Humana Kleidersammlung der Stadt Hessisch Lichtenau ein Angebot unterbreitet, für jeden Altkleidersammelcontainer im Stadtgebiet einen Betrag von 314,16 Euro jährlich zu zahlen. Das würde mehr als dem Zehnfachen der derzeitigen Gebühr von 31 Euro entsprechen. Da die Firma die Absicht hat, in allen 14 Stadtteilen entsprechende Container aufzustellen, würden jährlich nahezu 4410 Euro an Gebühren allein aus dieser Position in den Haushalt der Stadt fließen.

Doch Steven Renner (SPD) hatte das Parlament mit seinen kritischen Betrachtungen zum großzügigen Humana-Angebot nachdenklich gestimmt und eine Überprüfung des Sachverhalts vorgeschlagen, sodass die Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung erst einmal vertagt wurde.

Renner gab zu bedenken, dass Altkleider einen Riesen-Markt bilden, auf dem die Firma Humana ihr Unternehmen gewinnorientiert betreibe. Nicht alle abgegebenen Kleidungsstücke kämen dabei in den Dritte-Welt-Ländern an, wie manche glauben, sondern würden zum Teil teuer verkauft, kritisierte Renner und verwies darauf, dass gemeinnützige Einrichtungen diese Sammlungen anders nutzen würden. Als weitere Möglichkeit verwies er aber auch auf die Beispiele von Rotenburg und Bebra, wo die Kommunen eigene Sammelcontainer aufgestellt hätten. (zlr)

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.