Einsatz bei Herleshausen

Schwerer Unfall auf A4: Feuerwehr befreit eingeklemmten Fahrer

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Herleshausen. Einsatz für die Feuerwehren aus Herleshausen und Wommen am Mittwochabend: Gegen 19.30 Uhr kam es zu einem folgenschweren Unfall zweier Pkw auf der A4 zwischen Herleshausen und Eisenach.

Die Autobahn war bis kurz vor 22 Uhr voll gesperrt. Die Feuerwehr hatte es schwer zum Einsatzort zu gelangen, weil keine Rettungsgasse gebildet wurde.

Die Feuerwehren aus Herleshausen und Wommen agierten gemeinsam mit dem Rettungsdienst und befreiten unter erschwerten Bedingungen die schwer verletzte Person aus dem Pkw. Hierzu musste das Fahrzeug zunächst stabilisiert werden. "Hierfür haben wir auch auf unsere Hebekissen zurückgegriffen” sagt Einsatzleiter Udo Schulz. Des Weiteren betreuten die Einsatzkräfte eine unter Schock stehende Person. 

Ersten Ermittlungen zufolge befuhr ein 33-jähriger Mann aus dem oberbergischen Kreis (NRW) den linken Fahrstreifen in Richtung Eisenach. Aus bislang unbekannter Ursache geriet er mit seinem Pkw ins Schleudern und stieß links in die Mittelschutzplanke. Er kam dort, entgegen der Fahrtrichtung, zum Stillstand und konnte sein Fahrzeug leicht verletzt verlassen.

Wenige Augenblicke später befuhr ein 69-jähriger Fiat-Fahrer aus dem Schwalm-Eder-Kreis den linken Fahrstreifen. Der Fahrer dieses Pkw erkannte offensichtlich den verunfallten Wagen nicht rechtzeitig und stieß in die Unfallstelle. Bei diesem Zusammenstoß kam sein Fiat auf dem Dach liegend zum Stillstand.

Beide Fahrer wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Es entstand ein Schaden von 25.000 Euro.

Rettungsgasse fehlte

Nach dem Einsatz übte Udo Schulz erneut Kritik an der Bildung einer Rettungsgasse. “Die Anfahrt war äußerst schwierig, die Fahrzeugführer haben keinen Platz gelassen, von einer Rettungsgasse war nichts zu sehen.” Ein Fahrer hätte sogar mit seinem Wagen in der gewünschten Rettungsgasse gestanden und geschlafen. Erst nachdem ein Feuerwehrangehöriger ihn geweckt hatte, habe er seinen Wagen zur Seite gefahren. "Dieser Zustand ist für die Rettungskräfte deprimierend und völlig unverständlich", sagt Schulz. Man könne deswegen nur hoffen, dass die hessenweite Imagekampagne “Rettungsgasse bilden” zeitnah Wirkung zeige.

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