Hunderte packten beim Freiwilligentag mit an

Auch die Jüngsten putzten in Ermschwerd ihren Kindergarten-Spielplatz heraus: Kiana (von links), Sanja, Maren Ochs, Lars Bathge und Heike Schmidt (Sparkasse Werra-Meißner), Christine Lang und Hannah.

Werra-Meißner. Jung und alt arbeiteten gemeinsam: Beim Freiwilligentag gab es viele helfende Hände.

Werra-Meißner. Friedhöfen gaben sie neue Wege. Sie reparierten Sitzbänke und erledigten Gartenarbeit. Zahlreiche Freiwillige, unter ihnen auch Mitarbeiter von Firmen, haben sich am Samstag für den guten Zweck engagiert. Bei der neunten Auflage des Freiwilligentags packte man in verschiedenen Orten im Altkreis Witzenhausen mit an.

Die Teilnehmer halfen bei zahlreichen Aufgaben aus, für die den Arbeitern der städtischen Bauhöfe im Alltag keine Zeit bleibt. So wurde in Bad Sooden-Allendorf die Stadtmauer von überflüssigem Grün befreit. Vor allem Efeu wuchert seit Jahrzehnten ungestört das historische Mauerwerk hinauf. Jetzt ist damit Schluss, denn die Freiwilligen hatten sich mit Rechen, Ast- und Heckenscheren bewaffnet und schnitten großzügig weg - damit geht es auch am kommenden Samstag weiter.

Die 20 Helfer mussten aber auch kräftig Müll aufräumen, denn unter dem Efeu tauchten Unmengen an dort entsorgtem Bioabfall und Hundekotbeuteln auf. „Der Weg zu einem der Mülleimer, ist den Hundebesitzern zu weit und sie entsorgen es einfach im Gestrüpp“, sagte Helferin Heike Döring kopfschüttelnd.

Auch die Jüngsten blieben am Freiwilligentag nicht untätig und packten mit an. Der Spielplatz des Kindergartens Wichtelschlösschen in Ermschwerd wurde mit Hilfe der Eltern und Helfern der Sparkasse Werra-Meißner auf Vordermann gebracht. Die Sandkästen wurden mit neuem Sand aufgefüllt, das Sandbett der Spielgeräte wurde von Unkraut befreit und die Obstbäume gestutzt. „Das sind alles Arbeiten, für die unser Hausmeister keine Zeit hat“, berichtete Leiterin Katja Henning.

Fleißig war man auch am Hohen Meißner. In Hausen wurde nach drei Jahren wieder einmal die Schutzhütte herausgeputzt. Die Holzhütte wurde repariert, Wege von wucherndem Gras befreit und der Schlamm aus dem Springbrunnen geholt. 18 Freiwillige waren mit Pinsel, Schippe und Spaten vor Ort. „Den Freiwilligentag braucht man eigentlich nicht - aber er bietet sich einfach zum gemeinsamen Arbeiten an“, berichtete Ortsvorsteher Peter Koch.

Gearbeitet wurde auch auf vielen Friedhöfen. Unter anderem ließen mehrere Männer in Großalmerode einen neuen Weg entstehen und auch die Ziegenhagener stutzten, hegten und pflegten. „Selbsthilfe ist mittlerweile an fast jeder Stelle gefragt - grad auf Friedhöfen“, berichtete Manfred Herrmann aus Großalmerode.

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