Mehr als nur Fassade

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Start in den Beruf: Marcel Klippmüller (20) hat ein Jahrespraktikum in der Malerfirma Grebenstein in Eschwege absolviert. Jetzt macht er seine Ausbildung hier.

Werra-Meißner. Seit über 20 Jahren ist Manfred Grebenstein als Maler- und Lackierermeister selbstständig. Er wuchs in diesem Handwerk auf, entschied sich dann aber zuerst für eine Ausbildung als Kfz-Mechaniker.

„Damals konnte man in diesem Handwerk kein Geld verdienen, deshalb habe ich mich dann zu einer zweiten Ausbildung als Maler- und Lackierer entschieden“, erinnert sich Grebenstein. Eine Entscheidung, die er bis heute nie bereut hat.

Alle drei Jahre einen Azubi

„Als Maler- und Lackierer sieht man jeden Tag, was man gemacht hat und kann sich kreativ ausleben.“ Nachwuchs ist für den Malermeister wichtig, deshalb bildet er alle drei Jahre einen neuen Lehrling aus. Aktuell macht Marcel Klippmüller aus Eschwege seine Ausbildung in der Firma von Grebenstein. Durch Zufall kam der 20-jährige auf diese Ausbildung: „Ich wollte nicht jeden Tag hinter einer Maschine stehen, etwas handwerkliches liegt mir viel besser“, erklärt er.

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Durch ein Jahrespraktikum von der Agentur für Arbeit kam er zu Manfred Grebenstein und konnte anschließend gleich seine Ausbildung bei ihm beginnen. „Mir machen alle Arbeiten Spaß, egal ob tapezieren, streichen oder lackieren“, sagt Klippmüller.

Praktikum ist sinnvoll

Für eine Ausbildung als Maler- und Lackierer benötigt man einen ordentlichen Hauptschulabschluss mit guten Mathe-Kenntnissen und ein wenig handwerklichem Geschick. „Man muss ausrechnen können, wie viel Material man für wieviel Fläche benötigt, das ist ganz wichtig“, erklärt der Chef. „An manchen Tagen muss man auch mal so richtig in den Dreck rein, umso schöner ist es, wenn man sieht, was dann daraus wird“. Ein Praktikum vor der Ausbildung hält er für sinnvoll, um sich einen eigenen Eindruck vom Beruf machen zu können.

Theorie in Witzenhausen

In der Berufsschule, die die Lehrlinge einmal die Woche in Witzenhausen besuchen, erlernen sie die theoretischen Grundlagen des Berufs. Dazu kommt Blockunterricht, in dem praktische Feinheiten erlernt werden, die im Alltag nicht so häufig benötigt werden. Dazu gehören verschiedene Wischtechniken und Arbeiten mit Plastiken.

Gute Berufsperspektive

Engagierte Auszubildende müssen sich um eine sichere Zukunft keine Sorgen machen. „Gute Leute suchen wir heute, und die werden auch in den nächsten Jahrzehnten benötigt werden“, erklärt Grebenstein. Man kann sich auf eine Fachrichtung spezialisieren, darunter auch Kirchenmaler oder Restaurator, eine Weiterbildung an der Techniker- oder Meisterschule machen oder sogar ein Studium absolvieren, zum Beispiel im Bereich Innenarchitektur. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. (sb)

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