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Nach Abi ans Ende der Welt

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Magischer Ort: Jennifer Eckhardt erkundet das Kap Reinga. Die Maori, das indigene Volk Neuseelands, glauben, dass von hier aus die Seelen Verstorbener ihre Reise starten.  
Foto: privat/nh
Magischer Ort: Jennifer Eckhardt erkundet das Kap Reinga. Die Maori, das indigene Volk Neuseelands, glauben, dass von hier aus die Seelen Verstorbener ihre Reise starten. Foto: privat/nh

Bad Sooden-Allendorf/Neuseeland. Mutig stürzt sich Jennifer Eckhardt aus knapp 4500 Meter Höhe aus einem Flugzeug. In einer unterirdischen Höhle beobachtet sie Glühwürmchen und in den heißen Quellen eines Vulkans entspannt die Abiturientin aus Bad Sooden-Allendorf.

Der Bericht ihres Auslandsjahres, den sie der HNA zugeschickt hat, liest sich wie ein Abenteuerurlaub: „Vielleicht traue ich mich bald auch einen Bungee Sprung zu machen“, schreibt die 19-Jährige.

Nach ihrem Abitur entschied sich Jennifer Eckhardt auf Reisen zu gehen. Möglichst weit weg von zu Hause sollte es gehen. Schon als Kind habe sie sich gefragt, was es auf der anderen Seite der Erde zu sehen gibt. Im September brach die 19-Jährige nach Neuseeland auf, um mit Work and Travel (siehe Hintergrund) das Land kennenzulernen.

„Haben wir uns nicht vor drei Wochen ein Hochbett geteilt?“

Jennifer Eckhardt

Seit ihrer Ankunft in Auckland hat Jennifer Eckhardt einiges gelernt. Zwei Monate lang arbeitete sie in einem Hostel in Taupo. „Mein nächstes Ziel wird wahrscheinlich eine Obstfarm sein. Dort möchte ich Kirschen pflücken“, schreibt die 19-Jährige. Wo es dann hingeht, steht noch nicht fest. Die Nordinsel hat Jennifer Eckhardt bereits bereist. Seit einigen Wochen erkundet sie die Ostküste der Südinsel. Neuseeland ist eine Umstellung für die Abiturientin. Die Kiwis, wie sich die Neuseeländer selbst nennen, hätten eine sehr entspannte Lebenseinstellung. „No worries, no worries“, was so viel heißt wie „Keine Sorge, alles ist gut“ sei einer der Standardsätze, den sie auf den Straßen hört.

Ende August will sie nach Hause zurückkehren. Was dann kommt, weiß sie noch nicht so genau. „An die Zeit nach Neuseeland mag ich noch nicht wirklich denken“, heißt es in ihrem Bericht. Die 19-Jährige möchte gerne studieren. In Richtung Sprache oder Kultur soll es gehen. Bis dahin hat sie noch jede Menge Zeit zum Reisen.

Damit sie flexibel ist und möglichst viel vom Land sieht, übernachtet Jennifer Eckhardt in Hostels. Dort teilt sie sich mit fünf bis neun anderen Reisenden ein Zimmer. „Haben wir uns nicht vor drei Wochen ein Hochbett geteilt?“, ist eine völlig alltägliche Frage, die die 19-Jährige hört, wenn sie auf andere Backpacker trifft.

Auch Reisende aus Eschwege hat sie auf der Insel getroffen. Wegen ihres Open-Flair-Bandes, das sie noch vom vergangenen Festival am Arm trägt, haben sie die Eschweger angesprochen: „Man kennt sich eben am anderen Ende der Welt“, schreibt die 19-Jährige aus Bad Sooden-Allendorf. (akh)

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