Witzenhausen: Elfjähriger Sohn rettete seine Familie vor dem Feuer

Ziegenhagen. Eine Familie aus dem Witzenhäuser Stadtteil Ziegenhagen hat in der Nacht zum Donnerstag durch ein Feuer ihr Haus verloren. Dass niemand verletzt wurde, ist Sohn Noah zu verdanken. Der Elfjährige hatte den Brand gerade noch rechtzeitig bemerkt und die Familie gewarnt.

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So konnten sich Magdalena (3, von links), Vater Jörg Bornhoff, Noah, Sarai (10), Mutter Susanne Wesche und Aaron (6) unverletzt retten. Das Haus wurde durch die Flammen jedoch unbewohnbar. Vorerst ist die Familie in einer Ferienwohnung im Nachbarhaus untergekommen.

Beissender Brandgeruch herrscht, der Boden ist vom Löschwasser feucht, von der Decke hängen Fetzen herab. Das, was noch vor zwei Tagen ein gemütliches Zuhause war, ist jetzt komplett zerstört.

Ausgebrochen war das Feuer im Dachgeschoss. Normalerweise schlafen dort nicht nur Noah, sondern auch sein sechsjähriger Bruder Aaron. „Nur durch Zufall hat Aaron in dieser Nacht bei uns im Erdgeschoss geschlafen“, sagt Mutter Susanne Wesche. „Von dort, wo sein Bett steht, hätte er es sonst vielleicht nicht geschafft.“

Ein Gutachter hat sich inzwischen ein erstes Bild gemacht – Brandursache war vermutlich der Schornstein, doch der genaue Ablauf ist noch unklar. Der Gutachter fällte außerdem ein vernichtendes Urteil: „Er hat uns geraten, das Gebäude abreißen zu lassen“, sagt Jörg Bornhoff. Die Schaden, der durch Flammen, Rauch und Löschwasser entstanden ist sei so groß, dass er sich nicht ohne weiteres beheben ließe. Auch das Inventar ist zerstört.

Familie rettet sich aus brennendem Haus

Zwar seien das Gebäude und der Hausrat versichert, sagt Bornhoff. Bevor die Versicherung zahlt, gebe es aber noch weitere Untersuchungen. Und die Familie braucht ein neues Dach über dem Kopf. In der Brandnacht hatten Nachbarn sie aufgenommen. Dann haben sie im Haus nebenan eine Ferienwohnung mit drei Schlafzimmern bezogen. Die Kinder müssen erst Montag wieder zur Schule. Wie es dann weitergeht, weiß die Familie noch nicht genau, es gibt ein Angebot, sie vorrübergehend in einem Haus in Blickershausen unterzubringen. Und natürlich hoffen sie, dass bald geklärt ist, ob die Versicherung zahlt. „Bis dahin schwitze ich noch Blut und Wasser“, sagt Bornhoff. (irh)

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