SMA-Gründer unterstützen Fortbildung

Witzenhausen. Worauf es ankommt, wird gleich im ersten Wort des Titels deutlich: "Mut zur Nachhaltigkeit" heißt eine Lehrerfortbildungsreihe, die das Internationale Bildungszentrum Witzenhausen (IBZW) anbietet.

Für das Vorhaben hat IBZW-Geschäftsführer Michael Glameyer viele und auch prominente Unterstützer gewonnen. Brigitte Spindeler vom staatlichen Schulamt Kassel nannte sie gar "die Perle unter den Fortbildungen".

Und es brauche wirklich Mut, um die Bildung für nachhaltige Entwicklung voranzutreiben, sagte Jürgen Franz vom Staatlichen Schulamt Bebra. Zwar stamme die Idee der Nachhaltigkeit aus der Forstwirtschaft und sei schon 200 bis 300 Jahre alt. Aber trotzdem sei es schwer, den Gedanken in unserer Industrie- und Konsumgesellschaft zu leben.

Denn immer wieder überschreite der Mensch die Grenzen im System Erde, erläuterte Dr. Hannes Petrischak, Geschäftsführer der Stiftung Forum für Verantwortung, in seinem Vortrag. Letztlich sei es eine kulturelle Entscheidung, "welche Welt wir wollen". Über die Bildung könne man aber junge Menschen befähigen in dieser Frage zu gestalten. Die Schule könne dazu mit allen Fächern einen aktiven Beitrag leisten.

Der Begriff der Nachhaltigkeit lasse sich mit zwei Zitaten verdeutlichen. Im Brundtland-Bericht der Vereinten Nationen heißt es dazu: "Nachhaltige Entwicklung bedeutet, dass die gegenwärtige Generation ihre Bedürfnisse befriedigt, ohne die Fähigkeit der zukünftigen Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse befriedigen zu können." Noch kürzer und einfacher bringt es die Weisheit eines amerikanischen Stammesältesten auf den Punkt, die Petrischak zitierte: "Genug für alle und immer."

Unterstützt wird die Reihe auch vom CDW-Stiftungsverbund, das ist ein Zusammenschluss der Stiftungen der drei Gründe der SMA Solar AG in Niestetal, Günther Cramer, Peter Drews und Reiner Wettlaufer. Mit seiner Hilfe wolle der Stiftungsverband die Idee unterstützen, das Thema Nachhaltigkeit noch stärker in der Bildungslandschaft zu verankern, sagte CDW-Geschäftsführer Volker Wasgindt bei der Auftaktveranstaltung der zweiten Seminarreihe. Dazu gehört aus seiner Sicht eine "fächerübergeifende Umsetzung in den Lehrplänen".

Start von "Mut zur Nachhaltigkeit" war bereits im vergangenen Jahr. Die erste Reihe sei sehr erfolgreich gewesen, sagte IBZW-Geschäftsführer Glameyer. Um so erfreuter zeigte er sich, dass inzwischen so viele Personen und Organisationen die Fortbildung flankieren. Neben dem IBZW und dem CDW-Stiftungsverbund sind die Staatlichen Schulämter in Nordhessen sowie die Hessische Landeszentrale für Politische Bildung (HLZ) beteiligt. Von 2012 bis 2014 erwerben im Rahmen der Fortbildung 35 Lehrkräfte aus den Kreisen Fulda, Hersfeld-Rotenburg, Kassel, Schwalm-Eder sowie Werra-Meißner Kompetenzen im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung. (clm)

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