Von 16 Städten und Gemeinden im Kreis haben fünf eine kommunale Steuer angehoben

Steuerzahlerbund: Im Kreis zu hohe Abgaben

Werra-Meißner. Der Bund der Steuerzahler tadelt die Städte und Gemeinden im Werra-Meißner-Kreis für deren Steuerpolitik.

„Die kommunale Steuerbelastung im Werra-Meißner-Kreis ist im Schnitt die höchste in ganz Nordhessen“, kritisiert der Vorsitzende des hessischen Steuerzahlerbundes, Joachim Papendick.

„Unser Vergleich aller Steuersätze zeigt, dass in diesem Jahr zwar weniger Kommunen an der Steuerschraube gedreht haben, dafür waren einige Erhöhungen jedoch drastisch“, sagt Papendick. Die Kritik richtet sich vor allem an Berkatal und Ringgau. Beide Gemeinden hätten wie im Vorjahr gleich alle drei Realsteuerhebesätze - Gewerbe- sowie die Grundsteuern A und B - angehoben. In einer ersten Reaktion verteidigen die Bürgermeister Friedel Lenze (Berkatal) und Klaus Fissmann (Ringgau) die Steuerpolitik ihrer Gemeinden mit Hinweis auf die mit dem Land vereinbarten Einsparziele. „Wir müssen den im Schutzschirmvertrag festgelegten Abbaupfad erfüllen“, sagt Lenze: „Wir haben keine andere Stellschraube.“

Nach den Erhebungen des Steuerzahlerbundes haben von den 16 Städten und Gemeinden im Kreis in diesem Jahr fünf eine kommunale Steuer angehoben. Im nördlichen Kreisteil erhöhte indes nur Bad Sooden-Allendorf die Grundsteuern A und B. Papendick fordert: „Angesichts des ohnehin schon äußerst hohen Hebesatzniveaus im Kreis muss mit Belastungsverschärfungen endlich Schluss sein.“

Ringgau hat mit 480 Prozent den kreisweit höchsten Gewerbesteuersatz und langt mit einer Steigerung um 130 Punkte auf jetzt 580 Prozent auch bei der Grundsteuer B kräftig zu. Bei der Grundsteuer B ist Wanfried mit 770 Prozent Spitzenreiter, vor Meinhard, Waldkappel (650), Herleshausen (600) und der Badestadt (590). Von den Kommunen im Nordkreis liegt nur Neu-Eichenberg in allen drei Hebesätzen klar unter dem Kreisdurchschnitt.

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Rubriklistenbild: © Archivbild  dpa

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