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Aus für Stickstoff und Phosphor

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Vor der alten Kläranlage: Mit Spaten und dem symbolischen Grundstein reihten sich (von links) Bauunternehmer Johannes Schönhoff, Bauingenieur Dr. Norbert Könemann, Frank Malcher von der Witzenhäuser Abwasserentsorgung, Stadtwerke-Geschäftsführer Thomas Meil und Bürgermeisterin Angela Fischer auf.   Foto: Schülbe
Vor der alten Kläranlage: Mit Spaten und dem symbolischen Grundstein reihten sich (von links) Bauunternehmer Johannes Schönhoff, Bauingenieur Dr. Norbert Könemann, Frank Malcher von der Witzenhäuser Abwasserentsorgung, Stadtwerke-Geschäftsführer Thomas Meil und Bürgermeisterin Angela Fischer auf. Foto: Schülbe

Wendershausen. Nach fast 50-jährigem Betrieb wird das Tropfkörper-Klärwerk in Wendershausen durch eine Belebtschlamm-Anlage ersetzt. Beteiligte Firmen, Vertreter der Stadtwerke und Bürgermeisterin Angela Fischer (CDU) trafen sich gestern zu Spatenstich und symbolischer Grundsteinlegung.

Fischer zeigte sich erfreut, dass das Projekt endlich umgesetzt werden kann: „Schließlich wissen wir manchmal kaum, wie so etwas noch zu finanzieren ist.“

Thomas Meil, der Geschäftsführer der Stadtwerke Witzenhausen, bezifferte die Bausumme auf knapp eine Million Euro, darin eingeschlossen die Planungs- und Ingenieurhonorare.

„Die Anlage bringt nicht mehr die vorgeschriebene Reinigungsleistung“, erklärte Meil, warum das älteste Klärwerk im Witzenhausener Stadtgebiet ersetzt wird. So kann aus dem Abwasser derzeit weder Stickstoff noch Phosphor gefiltert werden, weshalb noch eine Abwasserabgabe ans Land gezahlt wird. Eine künftige Einsparung, die in Relation zu ausgebliebenen Fördergeldern steht.

Förderung vor 48 Jahren

Denn je Klärwerk-Standort kann nur einmal Fördergeld fließen, was 1962 mit 700 D-Mark passiert ist. „Wir hätten diesen Betrag gern zurückgezahlt, um jetzt Geld zu bekommen“, kommentierte Prokurist Manfred Helmer. Laut Bauingenieur Dr. Norbert Könemann hat zumindest die alte Anlage einen hervorragenden Dienst geleistet, geht man von einer durchschnittlichen Betriebszeit von eigentlich nur 25 Jahren aus. Geschätzte 5,25 Millionen Liter Abwasser wurden darin gereinigt.

Bis April 2011 soll die neue Anlage fertig sein. (yms)

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