Hubschrauber und Wasserschutzpolizei im Einsatz

Letzte Chance: Flusspegel für Aref gesenkt - vergebens

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Wanfried. Die Suche nach dem vermissten Aref aus Wanfried wurde am Montag noch einmal aufgenommen. Gegen 13 Uhr war sie beendet – der Junge bleibt aber verschollen.

Der Pegel der Werra war für die neuerliche Suche am Vormittag zwischen Wanfried und Eschwege abgesenkt worden. „Wir wollten diese letzte Möglichkeit auf der Suche nach Aref nicht verstreichen lassen“, sagte Polizeisprecher Jörg Künstler.

Die Wasserschutzpolizei war mit zwei Booten im Einsatz, um das neun Kilometer lange Fluss-Abschnitt zwischen dem Wanfrieder Hafen und der Schleuse in Eschwege abzusuchen. Am Stauwehr an der Schlossmühle in Eschwege wurde auch der Pegelstand der Werra reguliert. Um 35 Zentimeter wurde der Wasserstand auf dem Teilstück abgesenkt. Die veränderten Strömungsverhältnisse sollten Gegenstände lösen. „Zwei Boote der Wasserschutzpolizei und des Schifffahrtsamtes haben den auf Sichttiefe abgesenkten Fluss abgesucht“, erklärte Künstler. Vorher und hinterher wurde die Werra mit einem Hubschrauber bis nach Niedersachsen überflogen. Nach Angaben des Wasser- und Schifffahrtsamts Hann. Münden ist der Abschnitt der Werra noch bis Mittwoch gesperrt.

Der Fünfjährige wird bereits seit dem 4. April vermisst. Die Polizei ermittelt in mehrere Richtungen. Sowohl ein Unglücksfall als auch ein Verbrechen kommen in Betracht. Zum einen wurde bereits mehrfach die Werra und das Ufergelände intensiv abgesucht. Zum anderen sucht die Polizei Fahrer und Beifahrerin eines schwarzen BMW X5, der am Tag des Verschwindens vor der Flüchtlingsunterkunft in Wanfried, in der die Familie von Aref lebt, gesehen wurde. „Bislang gibt es hierzu keine neuen Erkenntnisse“, sagt Künstler.

Hinweise: 0 56 51 / 92 50.

Aktualisiert: 26. April, 16.40 Uhr.

Vermisster Aref: Die Suche am Mittwoch

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