Ortsbeirat will künftig rechtzeitig Bescheid wissen

Werleshäuser überrascht von gesperrter Fußgängerbrücke

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Böse Überraschung für die Werleshäuser: Die Fußgängerbrücke über die Werra unterhalb der Burg Ludwigstein ist gesperrt.

Werleshausen. Die gesperrte Fußgängerbrücke über die Werra sorgt für Unmut in Werleshausen. Die Bewohner wussten nichts von den Arbeiten und wurden vom Bauzaun überrascht.

In Angelegenheiten, die diesen Witzenhäuser Stadtteil direkt betreffen, will der Ortsbeirat von Werleshausen künftig rechtzeitig Bescheid wissen. In seiner Sitzung am Montagabend forderte das vierköpfige Gremium unter Vorsitz von Ortsvorsteher Peter Rode (53) einhellig einen besseren Informationsfluss und bezog sich damit auf die Sperrung der Fußgängerbrücke über die Werra zur Bundesstraße 27 in Höhe der Burg Ludwigstein, von der im Dorf vorab nichts bekannt gewesen sei.

Nach Angaben des SPD-Mannes war die Brücke wegen einer längst fälligen Grundsanierung am 8. Juni gesperrt worden. „Im Dorf haben wir davon aber nichts gewusst“, so Rode. Schüler aus Werleshausen hätten deshalb nicht auf dem üblichen Weg die Bushaltestelle am Ende der Brücke erreichen können, sondern seien gezwungen gewesen, die viele hundert Meter weiter entfernte B-27-Brücke zu benutzen. „Das ist uns sehr sauer aufgestoßen“, sagte Rode und fügte hinzu: „Das kann nicht sein! Die Kinder wussten von nichts.“

Nach Ansicht des Ortsbeirates hätten im Vorfeld die Nahverkehr Werra-Meißner GmbH oder die Stadt aktiv werden müssen. Statt dessen sei man im Nachhinein beschieden worden, die „Fahrplanänderung“ sei schließlich im Internet bekannt gemacht worden. „Aber wer guckt schon jeden Tag ins Internet?“, fragt der Ortsvorsteher.

Eine Fahrplanänderung gibt es tatsächlich, nämlich bis zum Abschluss der Brückensanierung im Oktober. So fahren die Busse auf dem Weg von Witzenhausen nach Bad Sooden-Allendorf nach Werleshausen rein und halten im Dorf. Nicht so aber in umgekehrter Richtung. Dann fährt der Bus nonstop an Werleshausen vorbei.

In Witzenhausen, ergänzte Rode, könnten die Fahrgäste dann umsteigen und wenn sie wollten, ein Anrufsammeltaxi nehmen oder einfach im Bus sitzen bleiben, der retour auf dem Weg in die Badestadt wieder nach Werleshausen reinfahre.

Der Ortsvorsteher, der sein Amt erst nach der jüngsten Kommunalwahl angetreten hatte, teilte ferner mit, die Stadt Witzenhausen habe dem Ortsbeirat für Soforthilfemaßnahmen gut 430 Euro bereitgestellt. Über dieses Geld könne frei verfügt werden. Konkrete Vorstellungen gebe es aber noch nicht.

Im Ortsbeirat Werleshausen saßen vor der Kommunalwahl drei SPD-Leute und zwei Mitglieder der Grünen. Nach der Wahl waren die Mehrheitsverhältnisse genau umgekehrt. Weil es die Liste nicht hergab, konnten die Grünen das dritte Mandat nicht besetzen. So steht es jetzt 2:2, berichtete Rode von einer „sehr harmonischen Sitzung“.

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