Zwei deutsche Standorte

Autozulieferer Rege will offenbar massiv Stellen abbauen

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Dunkle Wolken ziehen erneut über der Firma Rege auf: Wie aus Unterlagen hervorgeht, die der HNA zugespielt wurden, ist der Fortbestand des Automobilzulieferers in Gefahr.

Witzenhausen. Der Automobilzulieferer Rege plant an seinen zwei deutschen Standorten einen „massiven Personalabbau".

Das geht aus Mitteilungen an die Belegschaft des Werks in Witzenhausen hervor, die der HNA vorliegen.

Darin heißt es, dass die Geschäftsleitung „aufgrund der nachhaltig schlechten wirtschaftlichen Situation des Unternehmens“ gezwungen sei, „Gespräche über Betriebsänderungen an den Standorten Hörselberg-Hainich und Witzenhausen aufzunehmen“. Die aktuelle Kostenstruktur passe nicht mehr zu den stark gesunkenen Umsatzzahlen. In einem weiteren Schreiben heißt es, dass die Geschäftsleitung „wenig Aussicht auf die Gewinnung von Neugeschäft“ und das „Fortbestehen der Rege in Gefahr“ sehe. Um dem entgegenzuwirken sei eine schnelle Restrukturierung geplant. Diese wurde von der IG Metall bestätigt.

Eine auf Wunsch sowohl auf deutsch als auch auf englisch formulierte Anfrage der HNA an die Geschäftsleitung blieb - trotz zwischenzeitlicher Nachfrage - drei Wochen lang unbeantwortet. Nach erneuten Anrufen äußerte sich Sebastian Körtge, Personalchef bei Rege, wie folgt: „Wie eben am Telefon angedeutet, werden wir keine Stellungnahme zu Ihren Anfragen abgeben.“

Rege beschäftigt in Witzenhausen - wo es bis 2013 zwei Werke gab - 320, in Hörselberg 900 und in Brasov/Rumänien 260 Mitarbeiter. 

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