Neue Aufgabe in Göttingen

Bärbel Wille verlässt nach 27 Jahren Ökumenisches Kinderhaus

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Von den Kindern zu den Familien: Die Leiterin des Ökumenischen Kinderhauses, Bärbel Wille, widmet sich neuen Aufgaben. Hier mit Lukas Hösch, Nakar Meles-Birm und Danny Peters. 

Witzenhausen. 27 Jahre hat Bärbel Wille das Ökumenische Kinderhaus in Witzenhausen geleitet und 30 Jahre insgesamt mitgewirkt. Nun beginnt für sie ein neuer Lebensabschnitt.

Die 54-Jährige stellt sich zum 1. März der Aufgabe, in Göttingen ein Familienzentrum aufzubauen und zu leiten. „Ich freue mich auf die Familien. Ich möchte eine vertrauensvolle Ebene finden, die auf gegenseitiger Wertschätzung beruht“, sagt Wille. Dafür hat sie in den vergangenen vier Jahren ein Studium der Sozialarbeit auf sich genommen - neben ihrem Job als Vollzeitkraft. „Ein Professor, der Obdachlose versorgt, hat mich in dieser Zeit besonders inspiriert. Ich freue mich darauf, nach Göttingen zu gehen und das Umfeld kennenzulernen. Mir geht es gut. Ich möchte meinen Mitmenschen etwas zurückgeben.“

Auf ihre Zeit im Ökumenischen Kinderhaus blickt sie schon voller Freude zurück. „Das Schönste ist die Kommunikation. Die Kinder reden mit mir über ihre Gefühlswelt, das ist sehr rührend.“ Die 54-Jährige hat viel Erfahrung im Umgang mit den Bedürfnissen, Wünschen und Hoffnungen der Kleinen, und doch hat sie auch heute noch oft das Gefühl, vor neuen Herausforderungen zu stehen. Das Bild der Familie befindet sich in einem andauernden Wandel, und mit ihm die Kinder, so die Leiterin. Heutzutage gibt es vermehrt die unterschiedlichsten Beziehungs- und Familienmodelle, zum Beispiel die Ein-Eltern-Familie oder Patchwork-Familie.

Auch die Bildung und Selbstbestimmung unterliegen einem Wandel und sind heutzutage viel stärker gefragt denn je, erklärt die Leiterin: „In dem jungen Alter ist uns die Selbstbestimmung der Kinder sehr wichtig.

Es dauert länger, wenn ein Vierjähriger seine Schuhe selbst bindet, dafür hat er aber ein Erfolgserlebnis und kann daran wachsen. Darin liegt für mich persönlich die wahre Pädagogik.“

Ihre pädagogische Kompetenz und Kraft wird Bärbel Wille ab März in das Familienzentrum stecken. „Es ist wichtig, ein soziales Netzwerk in Göttingen aufzubauen, damit ich mich für das Zentrum gut einbringen kann.“

Verabschiedung:

Am Donnerstag, 18. Februar, findet um 16 Uhr in der Liebfrauenkirche in Witzenhausen ein Abschiedgottesdienst für Bärbel Wille statt.

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