Baustelle für Windpark bei Schloss Berlepsch wird wieder in Betrieb genommen

Hier sollte eigentlich schon mit dem Windradbau begonnen werden: Statt dessen ruhte die Baustelle nahe dem Gut Ellerode unterhalb von Schloss Berlepsch seit Monaten – weil laut Fabian von Berlepsch noch Detailfragen der Planung geklärt werden mussten. Jetzt soll es weitergehen. Foto: Steensen

Berlepsch. Die Arbeiten am Windpark bei Schloss Berlepsch sollen in der kommenden Woche wieder aufgenommen werden. Das berichtete Fabian von Berlepsch auf Anfrage.

Seine Familie verpachtet die Flächen für den Windpark an die Firma Enercon. Die Hoffnung, dass noch in diesem Jahr das erste Windrad ans Netz gehen könnte, habe sich wegen der Verzögerungen aber zerschlagen. Ursprünglich hatte Enercon bereits im August mit dem Bau der Türme beginnen wollen.

Seit Wochen hatte sich auf dem Areal neben der Autobahn 7 nichts mehr getan, in den umliegenden Dörfern schossen die Gerüchte über die Zukunft des Windparks ins Kraut. Seit dem Frühsommer wurden unter anderem mehrere Wegtrassen und die künftigen Standorte der Windräder geschottert, sowie Bäume am Weg zum Gut Ellerode zum Schutz vor den großen Baumaschinen verschalt. Die orange-farbenen Baustellencontainer auf der Gutsanlage sind schon lange verwaist. Doch das soll sich nun ändern. „Das Projekt ist nicht grundsätzlich gefährdet“, stellt von Berlepsch klar. Natürlich sei es unerfreulich, dass sich die Fertigstellung verzögere. Schließlich sinke die Einspeisevergütung, je später die Anlagen ans Netz gehen. Aber letztlich habe der laufende Prozess mehr Zeit und Geld gekostet als die Bauverzögerungen.

Grund für den Aufschub seien die Detailplanungen gewesen, erläutert er. „Es macht keinen Sinn, eine Baustelle aufrecht zu erhalten, wenn man noch auf die Klärung von wichtigen Fragen wartet, ohne die nicht gebaut werden kann.“

Dazu gehört nach seinen Angaben unter anderem die Frage, wie genau die Behelfsabfahrt von der A7, über die später die Bauteile für die Windräder angeliefert werden sollen, an die Autobahn angeschlossen werden soll. Auch Details zum Bau einer Filtrationsanlage, die dafür sorgen soll, dass beim Bau der Fundamente kein verunreinigtes Wasser ins Wasserschutzgebiet gelangt, habe zur Verzögerung beigetragen.

Jetzt aber zeigte sich von Berlepsch optimistisch, dass es weitergehen kann. Bis Jahresende sollen Wege, Kabeltrassen und Fundamente fertig sein, der Turmbau solle je nach Wetter Anfang 2017 beginnen. Mit dem Ende der Arbeiten und der Inbetriebnahme des Windparkes sei aber nicht vor Mitte kommenden Jahres zu rechnen. 

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