Abrissarbeiten laufen seit August

Bürgerhaus-Abbruch in Witzenhausen dauert länger

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Blick von oben: Reste von Kellerwänden und Berge von Betonschutt sind derzeit auf der Fläche am Sande zu sehen, auf der bislang das Bürgerhaus und das Hallenbad von Witzenhausen stand. In vier Wochen soll Erde das Areal überdecken.

Witzenhausen. Der Abriss des Komplexes von Bürgerhaus und Hallenbad samt Blockheizkraftwerk am Sande in Witzenhausen verzögert sich.

Doch der Bau der neuen Umkleide- und Freibadtechnikräume auf dem Gelände vor dem alten Hallenbad kann trotzdem planmäßig Anfang November starten. Davon geht Marcus Weih, der Chef des gleichnamigen Abbruchunternehmens aus Dermbach bei Bad Salzungen aus.

Seit Anfang August war zunächst mit den Vorbereitungsarbeiten für den Abriss begonnen worden, Ende August ging dann auch der erste große Bagger mit schwerer Abbruchzange zu Werke und trug Betonwände ab.

Mittlerweile sind keine Aufstrebenden Mauern mehr zu sehen, die Bagger bewegen sich auf dem Beckenboden des alten Hallenbades, aus Kellerräumen wachsen Schuttberge.

Ganz wie vorgesehen lief der Abriss aber nicht, berichtet Weih von mehr Räumlichkeiten im Kellergeschoss, als auf den Bauplänen ausgewiesen waren. Es handelte sich um tote Räume ohne Funktion, die an den Fels des Johannisberges angesetzt waren. Dadurch habe sich der abzubrechende umbaute Raum auf rund 27 000 Kubikmeter erhöht, sei mehr Bauschutt angefallen. Und die Entkernung habe letztlich zwei Wochen länger gedauert, so der Unternehmer, der selbst im Abbruchbagger sitzt.

Schon freigelegt: Noch steht der Schornstein des alten Blockheizkraftwerkes, in wenigen Tagen aber soll er fallen.

Er ist zuversichtlich, dass in den nächsten vier Wochen alle Arbeiten erledigt sind, außer das Wetter macht dem Plan einen Strich durch die Rechnung. Bis Ende des Monats ist das Gelände für das neue Umkleidegebäude frei, wobei darunter überraschenderweise noch eine alte, teilweise mit Wasser gefüllte Klärgrube entdeckt wurde, die nach Einschätzung Weihs von einer alten Umkleide stammen könnte. Die Grube wurde einst nicht verfüllt, sondern nur provisorisch mit einer Betondecke überdeckt, die dann bepflastert wurde. Die müsse nun auch noch abgebrochen und verfüllt werden.

Bis Ende nächster Woche, sagt Weih, ist das Hallenbad komplett verschwunden, könne der Platz für die Gründungsarbeiten für den Neubau genutzt werden.

Ende dieser oder Anfang nächster Woche soll auch der blau ummantelte Schornstein des alten Blockheizkraftwerkes fallen, der bislang noch wie ein trotziges Relikt die Abriss-Baustelle überragt.

Schon ab heute sollen auch schwerpunktmäßig die zerschlagenen Betonmauerteile abgefahren werden. Und wenn der Bauschutt gänzlich aus den Kellern des alten Bürgerhauses geräumt ist, wird die Grube noch mit Erde verfüllt. Am Ende, voraussichtlich Mitte November, soll dann eine bepflanzbare Fläche zu sehen sein.

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