Acht Wochen sind für den Abbruch eingeplant

Bürgerhaus-Abriss: Jetzt geht’s ans Grobe

Witzenhausen. Am frühen Dienstagnachmittag war es soweit. Mit einer schweren Abbruchzange reißt Baggerführer Marcus Weih das erste Stück Beton aus der Flachdachkante des Garderobe-Anbaus heraus. Damit wird der Abbruch des Witzenhäuser Bürgerhauses am Sande auch äußerlich sichtbar.

Bislang waren die Arbeiter damit beschäftigt, das Innere des Gebäudes herauszuholen, bis die nackten Wände von Saal, Restaurant, Küche und Nebenräumen sowie dem Hallenbad übrig blieben. Längst ist von der Bühne nur noch der Raum zu sehen, Zwischenwände fehlen ebenso wie das Parkett.

Zuletzt wurden am Montag noch Versorgungs- und Medienleitungen herausgezogen, erläutert Marcus Weih, der Chef des gleichnamigen Abbruchunternehmens aus Dermbach bei Bad Salzungen. Die Firma hatte auch schon den Abriss des Altbaus des Krankenhauses Witzenhausen Ende vorigen Jahres übernommen.

Der langwierigste Teil der Arbeiten sei das Entkernen, berichtet Weih, weil alles nach Baustoffgruppen getrennt werden muss: Holz, Metall, das Styropor von der Dachhaut-Isolierung und die Mineralwolle aus den Wänden. Aufgehalten habe das Trennen der hölzernen Dacheinschalung, die man vor 40 Jahren bei Bau einfach am Beton kleben ließ. Aber sonst, sagt er, sei die Entsorgung des Betons zu teuer.

Während mit dem groben Abriss im hinteren Bereich von West nach Ost, also in Richtung Hallenbad vorgegangen wird - dazu wird demnächst sogar noch ein dritter Abbruchbagger zum Einsatz kommen -, läuft das Entkernen im Keller unter dem vorderen Gebäudebereich noch zwei Wochen weiter. Danach kämen dann auch die Umkleiden des Freibades dran, die bis zum Sonntag von den Badegästen noch genutzt wurden.

Derzeit sind 14 Mann auf der Baustelle beschäftigt, und Arbeit gibt es also noch genug. Insgesamt acht Wochen sind für den gesamten Abbruch eingeplant, dann soll dem Zeitplan der Stadtwerke zufolge schon mit dem Bau des neuen Umkleidegebäudes begonnen werden.

Rubriklistenbild: © Forbert

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