Deutsche Post erhöht zum vierten Mal die Gebühren für den Standardbrief

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Porto wieder teurer: Ab dem 1. Januar stieg der Preis für den Standardbrief um acht Cent. Gabriele Steinfeld, Filialleiterin der Post in Witzenhausen, zeigte uns, wie die neuen Ergänzungsmarken aussehen.

Witzenhausen. Besonders überraschend kommt die Ankündigung nicht: Wie auch in den Vorjahren hat die Post zum 1. Januar ihre Preise für den Standardbrief erhöht. Wo 2015 noch 62 Cent pro Sendung in die Kassen der Filialen flossen, sind jetzt 70 Cent fällig.

Begründet wird die drastische Steigerung durch intern steigende Kosten und dem gleichzeitigen Bedürfnis, auch künftig dem Qualitätsanspruch seiner Kunden gerecht zu werden. Als kleines Trostpflaster verspricht das Unternehmen für die nächsten drei Jahre immerhin Ruhe.

„Man könnte fast schon sagen, unsere Kunden haben sich dran gewöhnt“, so Filialleiterin der Witzenhäuser Post, Gabriele Steinfeld.

Das Wichtigste zur neuen Erhöhung haben wir für Sie in einem Fragenkatalog zusammengefasst:

Ich habe zu Hause 62 Cent Marken. Sind diese weiterhin verwertbar?

Ja! Ihre alten Marken können Sie problemlos verwenden. Seit dem 3. Dezember bieten alle Postfilialen neue Ergänzungsmarken im Wert von acht Cent. Mit diesen können Sie Ihre alten Marken auf 70 Cent aufstocken.

Ich habe aus Gewohnheit eine alte Marke auf den Brief geklebt und diesen verschickt. Was passiert jetzt?

Seit dem 1. Januar gibt es keine Karenzzeit, in der unterfrankierte Briefe ausgetragen werden. Es kommt allerdings darauf an, ob erkannt wird, dass der Brief nicht ausreichend frankiert ist. Wird das schon im Briefzentrum erkannt, kommt der Brief zurück zum Empfänger. Andernfalls muss der Empfänger das fehlende Porto bei Zustellung zahlen.

Sind auch bei anderen Produkten Preiserhöhungen geplant?

Die Preise für den nationalen Versand von Kompakt- und Großbriefen sowie der Postkarte bleiben stabil. Teurer wird es bei den Maxibriefen und den Zusatzleistungen Einschreiben, Einschreiben Einwurf und Wert National.

Das sagen die Witzenhäuser:

Silke Most: Bei den neuen Preisen spiele ich mit der Überlegung, wenn irgendwie möglich, nur noch E-Mails zu verschicken.

Lisa Fähndrich: Nach den vielen Erhöhungen kann ich mir kaum noch merken, welchen Betrag ich auf meine Briefe drauf kleben soll. Ich fühle mich verunsichert.

Katharina Schmitz: Ich finde es schwierig, über die Notwendigkeit zu diskutieren. Hilfreich wären für mich aufklärende Flyer oder Plakate in den Filialen.

Wolfgang Dovidat: Als Geschäftsmann verschicke ich täglich Briefe. Das macht sich dann bemerkbar.

Die Preisänderungen im Überblick

Zum 1. Januar hat die Deutsche Post die Preise für einige nationale und internationale Sendungen um mindestens acht Cent erhöht. Mit dieser Steigerung schließt das Unternehmen an die Vorjahrestrends an. Kostete eine Sendung 2012 noch 55 Cent, sind es heute 70.

Wir haben alle Änderungen in einem Überblick für Sie zusammengefasst: 

• Standardbrief: 70 Cent (vorher 62 Cent)

• Maxibrief: 2, 60 Euro (vorher 2,40 Euro)

• Einschreiben: 2,50 Euro (vorher 2,15 Euro)

• Einschreiben Einwurf: 2,15 Euro (vorher 1, 80 Euro)

• Wert National: 4,30 Euro (vorher 3,95 Euro)

Die aktuellen Preisänderungen für den internationalen Versand finden Sie auf der Internetseite der Deutschen Post. 

www.deutschepost.de

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