Film-Projekt der Werraland-Werkstätten

Freuen sich auf den neuen Film: (erste Reihe, von links) Halina Rahman, Céline Büttner, Bilal Jaberkhel, Anas Alaskar; (mittlere Reihe) Jutta Böhler, Ilona Friedrich (Fachbereichsleitung Jugend, Familie, Senioren und Soziales im Kreis), Stella Becker, Christian Zündel, Cindy Ilchmann, Mareike Klier, Stefan Reuß; (hintere Reihe) Sarah Malzberg (Pädagogin), Andrea Röth-Heinemann, Sabrina Heine (Pädagogin), Max Pressler, Faraidon Zakhailwal und Sabine Wilke (Geschäftführerin im Verein für Regionalentwicklung). Foto: Leissa

Witzenhausen. Mit Unterstützung des Landes Hessen läuft bei den Werraland-Werkstätten ein Filmprojekt, bei dem Jugendliche mit und ohne Handicap zusammenarbeiten.

Viele neue Gesichter ziert die Runde in den Werraland-Werkstätten, darunter werden sich erneut viele neue Talente befinden: Das ist die Hoffnung von Jutta Böhler, als sie das neue Film-Projekt der Jugendlichen aus den Werraland-Werkstätten vorstellt. Dabei soll es sich nicht nur um Schauspieltalente handeln, auch Begabungen in der Technik, in der Komposition der Filmmusik und beim literarischen Schreiben hat die Hauptabteilungsleiterin für den Bereich Kinder und Jugendliche im Sinn. Denn all das werden die Projektbeteiligten Jugendlichen selber schaffen.

Nach dem erfolgreichen ersten Film im vergangenen Jahr mit dem Titel „Leben“, wollen die Jugendlichen nun einen zweiten drehen. Das Drehbuch steht auch bereits, das Thema des 20-minütigen Streifens soll „Herausforderung“ sein. Weil sich das Projekt mit dem Thema Inklusion beschäftigt, erhielten die Werraland-Werkstätten nun finanzielle Unterstützung vom Land Hessen: Landrat Stefan Reuß überreichte zusammen mit dem Bewilligungsbescheid auch 5600 Euro, die die Gruppe für Materialien und Technik verwenden kann. „Beim letzten Film haben wir für einige Szenen eine Wohnung kurzfristig angemietet. Für so etwas in der Art können wir das Geld beim aktuellen Projekt auch benutzen“, sagt Andrea Röth-Heinemann, Vorsitzende der Werraland-Werkstätten.

Auch viele Flüchtlinge 

Nicht nur im Film wird Inklusion gelebt: Auch die Zusammenarbeit der Jugendlichen ist laut Böhler vorbildlich. Für das Projekt haben sich sowohl Jugendliche mit als auch ohne Handicap zusammengefunden. Sie alle besuchen unterschiedliche Schulen, sind zwischen 14 und 19 Jahre alt, einige wohnen in den Werk-Wohnstätten, während andere in Familien untergebracht sind. Unter ihnen befinden sich auch Flüchtlinge. Die Vielfalt der Lebensumstände und Herkünfte wurden für den Film gesammelt und aus den Ideen entwickelte sich das Drehbuch. Viele Schauspielrollen sind bereits verteilt, vor allem zwischen denjenigen, die im ersten Filmprojekt mitwirkten. Aber für die Neuankömmlinge im Projekt wird sich viel Raum zum Ausprobieren und Kreativwerden finden, ist sich Böhler sicher. Zu sehen wird der Film, dessen Titel noch nicht bekannt ist, im November sein.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren: Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.