Gesellschaft zum Erhalt seltener und gefährdeter Haustierrassen feierte 35-Jähriges

Seltene Haustierrassen: Auch das Walachenschaf war bei der Schau zum 35-jährigen Bestehen der Gesellschaft zum Erhalt seltener und gefährdeter Haustierrassen (GEH) in Witzenhausen zu sehen. Foto: Schröter

Witzenhausen. Tierisches Treiben herrschte am Sonntag in Witzenhausen, wo die Gesellschaft zur Erhaltung seltener und gefährdeter Haustierrassen (GEH) ihr 35-jähriges Bestehen feierte.

„Guck mal Papa, die sind ja zottelig“, rief ein kleiner Junge aufgeregt, als zum Auftakt eine ganze Tierkarawane die Steinstraße entlang in Richtung Marktplatz zog. Gemeint waren die 25 mächtigen Poitou-Esel, die aus ganz Deutschland in die Kirschenstadt gebracht worden waren, um dort im Rahmen einer Zucht- und Körungsschau von einer fachkundigen Jury bewertet zu werden. Der Poitou-Esel ist eine gefährdete Großeselrasse, die ursprünglich in Südwestfrankreich beheimatet war und dessen langes, zottiges Fell stark an Rastazöpfe erinnert.

Neben diesen imposanten Tieren, bei denen die Hengste ein Stockmaß von bis zu 1,50 Meter erreichen, gab es aber auch jede Menge weitere und mindestens ebenso seltene Rassen anderer Tierarten zu sehen. Ausgestellt wurden etwa das Rhönschaf, das Fuchsschaf, das Walachenschaf oder die Ostpreußische Skudde, eine der ältesten Hausschafrassen. Mit dabei waren auch seltene Rinderrassen wie das Rote Höhenvieh und das Rätische Grauvieh. Und weil selbstverständlich auch das Geflügel nicht fehlen durfte, bekam das interessierte Publikum unter anderem Warzenenten und Laufenten zu sehen.

„Das ist eine ganz tolle Sache für Witzenhausen“, sprach dessen Bürgermeisterin Angela Fischer sicher vielen der von nah und fern angereisten Besucher aus der Seele. Ein Lob, das Organisatorin und GEH-Geschäftsführerin Antje Feldmann nur allzu gerne gehört haben dürfte. „Ich freue mich sehr, dass alles so hervorragend geklappt hat und dass sich so viele Menschen für gefährdete Haustierrassen interessieren“, meinte Feldmann.

Und weil das Wetter auch noch perfekt mitspielte und das Rahmenprogramm mit einer Gemäldeausstellung im Rathauskeller, diversen Mitmachaktionen, Verkaufs- und Spezialitätenständen richtig gut ankam, durfte sie sich am Ende über eine rundum gelungene Jubiläumsveranstaltung freuen.

Schau mit alten Haustierrassen

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