Das haben Hamburger, Pizza und Co. mit dem Regenwald zu tun

Kinder forschen in der Ferien-Universität

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Frühstück aus dem Regenwald: Kursleiterin Ines Fehrmann (rechts) schneidet Brot für die gesunde Mahlzeit mit Kokosnuss, Papaya, Süßkartoffel und der selbst hergestellten Schokocreme in drei Geschmacksvarianten.

Witzenhausen. Während der Forschungstage an der Witzenhäuser Uni haben kleine Forscher unter anderem erfahren, wodurch der Regenwald bedroht ist.

Was haben Hamburger, Fertigpizza und Nutella mit dem Dschungel zu tun? Fragen wie dieser gingen 18 junge Forscher bei der vom Weltgarten und dem lokalen Bündnis für Familien veranstalteten Kinder-Ferien-Uni im Tropengewächshaus Witzenhausen nach - und machten erstaunliche Feststellungen.

Zunächst durften sich die jungen Forscher ein Regenwaldthema aussuchen, von dem sie gerne mehr erfahren wollten. So fanden Anton, Emil und Gustav beim Thema „Lecker Nutella“ anhand der Lebensmittelverpackung von Bio-Hafer-Cookies, Nutella, Pizza und Tortilla Chips heraus, dass in allen drei Produkten Palmöl verwendet, für das der Regenwald großflächig abgeholzt wird.

Malte, Oswald, Adrian und Caro sammelten anhand von Wissenskärtchen Informationen zum Kakao und schauten sich die Frucht am Baum ganz genau an. Schließlich sollten sie wie alle anderen nach der Frühstückspause darüber einen kleinen Vortrag halten. „Der Kakaobaum trägt das ganze Jahr Früchte. Eine Frucht enthält 30 bis 60 Kakaobohnen, aus denen dann Kakaopulver und Kakaobutter hergestellt wird“, weiß Malte zu berichten.

Christopher, Elia, Paul und Philemon hatten sich dem Thema „Soja für die Fleischproduktion“ gewidmet und zeichneten einen Comic, in dem sie unsere Wohlstandsgesellschaft mit billigen und ungesunden Burgern und Pommes Frites und teuren gesunden Lebensmitteln darstellten.

Der Renner war allerdings die Herstellung einer eigenen Schokocreme aus Haselnüssen, die die Kinder mit Mörser und Mixer zerkleinerten. Unter Zugabe von unterschiedlichen Mengen kaltgepresstem Kokosöl, Kakaopulver, etwas Salz und Puderzucker entstanden drei verschieden Schokocremes, die die Kinder beim Frühstück mit Genuss verzehrten. Auch Regenwaldfrüchte wie Süßkartoffel, Papaya, Kokosnuss und eine Banane durften die Kinder probieren.

Am Tag zuvor hatten die kleinen Forscher in einem Gurkenglas mit Erde, Kies, Moos, einer Grünlilie und Wasser ihren eigenen kleinen Regenwald gebastelt und so das tropische Klima erforscht. Zwischendurch durften sich die kleinen Forscher von ihrem Forschungsauftrag erholen und austoben. Zu diesem Zweck hatte Kursleiterin Ines Fehrmann eine Regenwald-Bananen-Massage und eine menschliche Bambusleiter vorbereitet, die den Kindern einen Riesenspaß bereitete. „Die Kinder-Ferien-Uni ist eine kindgerechte Wissensvermittlung mit viel Spaß auf hohem Niveau“, schrieb Katja Eggert vom Bündnis für Familien zum Abschluss ins Gästebuch des Gewächshauses.

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