Kinder- und Jugendfreizeiten selbst gestalten

Mit Teamwork in die Zukunft: Ulrike Maier und Paul Deisenroth gestalten und betreuen Jugendfreizeiten. Foto:  Metzler

Witzenhausen. Paul Deisenroth ist seit acht Jahren Betreuer beim Kreisjugendring, Ulrike Maier ist neu dabei. Die beiden berichten über ihre Ausbildung und warum diese sich lohnt.

Maier ist 17 und seit einem Jahr Betreuerin: „Ich bin früher selbst auf Jugendfreizeiten mitgefahren und hatte viel Spaß, also habe ich mich für die Ausbildung entschieden.“ Wer auch Lust darauf hat, sollte sich beeilen, denn am 29. Januar startet der vom Kreisjugendring Witzenhausen angebotene Lehrgang. Das Mindestalter zum Mitmachen beträgt 16 Jahre.

Innerhalb von fünf Seminaren erwerben die Teilnehmer sozialpädagogische Kenntnisse über Teamarbeit oder die Lebenswelten von Jugendlichen und Kindern und beschäftigen sich mit organisatorischen und rechtlichen Aspekten.

Paul Deisenroth ist schon seit acht Jahren Betreuer und freut sich immer über Zuwachs: „Wenn man nur im eigenen Teich fischt, entwickelt man keine neuen Ideen, deshalb freuen wir uns auf neue Teilnehmer. Die Atmosphäre ist familiär, man findet schnell Freunde und Gleichgesinnte.“ Am Anfang steht das Kennenlernen untereinander im Vordergrund. Das zweite Seminar ist theoretischer: Planung und Durchführung von Freizeiten, aber auch kreative Themen wie Werbung stehen hier auf dem Programmplan. Der dritte und vierte Lehrgang beleuchten rechtliche Aspekte. Außerdem werden Teams für die Freizeiten zusammengestellt.

„Es ist wichtig, neue und alte Betreuer im Team zu haben, damit wir uns entwickeln,“ sagt Paul Deisenroth. Danach geht es auch schon los: Für Kinder bietet der Kreisjugendring Aktivitäten über das Wochenende an, etwa die Kanu-Tour oder die Erlebnisübernachtung auf der Burg Ludwigstein, wo die Kleinen eine eigene Radiosendung zusammenstellen dürfen.

Vorfreude auf Venedig

Die Elf- bis 17-Jährigen fahren auch weiter weg: Nach Sylt, Korsika oder an die Adria-Küste, die in diesem Jahr zum ersten Mal auf dem Programm steht. „Dieses Ziel bietet uns die Möglichkeit, Neues mit den Teilnehmern auszuprobieren. Ganz besonders freuen wir uns auf Venedig,“ erzählt Deisenroth, der übrigens Soziale Arbeit studiert. Für ihn liegt die Herausforderung darin, die Freizeiten den Bedürfnissen der unterschiedlichen Altersgruppen anzupassen. „Kleine Kinder wollen immer Programm haben, hier arbeiten wir ganz viel mit Spielen. Jugendliche dagegen wollen für sich alleine sein, also motivieren wir sie zu interessanten Aktivitäten wie zum Beispiel Beach Volleyball,“ sagt der 24-Jährige. Als letzte Einheit folgt im Oktober die Nachbereitung. Hier werden die Freizeiten reflektiert. Ulrike Maier möchte weiterhin dabei bleiben: „Wenn man an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen interessiert ist, kann man sich hier ausprobieren. Man lernt eigene Grenzen kennen und auch, diese zu überwinden.“ (jme)

Anmeldung und weitere Infos: Kreisjugendring Witzenhausen, Tel. 0 55 42 / 48 90.

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