Kulturverein Gelstertal aus Hundelshausen erhält Ehrenamtspreis

Gemeinsam im Einsatz für das Bürgerhaus: Fred Möller (von links), Kurt Heise, Walburga Rehbein, Michael Frank und Vorsitzender Detlef Büchner und ihre Mitstreiter vom Kulturverein Gelstertal sorgen dafür, dass in Hundelshausen viel los ist. Dafür erhielten sie den Ehrenamtspreis. Archivfoto: Forbert

Witzenhausen. Der Neujahrsempfang steht im Zeichen der Auszeichnungen: In diesem Jahr erhält der Kulturverein Gelstertal aus Hundelshausen den Ehrenamtspreis, Stefanie Knapp den Bürgerpreis.

Schlachtekohl und Ostermarkt, Kirmes und Theater: In Hundelshausen ist eine Menge los - und das ist in erster Linie dem Kulturverein Gelstertal zu verdanken. Als Anerkennung haben Vorsitzender Detlef Büchner und seine Mitstreiter am Freitagabend beim Neujahrsempfang der Stadt Witzenhausen den Ehrenamtspreis erhalten.

Bürgermeisterin Angela Fischer würdigte den Einsatz der durchsetzungsstarken Hundelshäuser, die seit 2003 das Bürgerhaus im Ort betreiben. Die Mitglieder zahlen keinen Vereinsbeitrag, müssen aber Zeit und Arbeit aufbringen. Das habe dazu geführt, dass man die Stunden der Eigenleistung nach der Küchensanierung und vielen Instandhaltungsarbeiten kaum noch zählen könne. Zudem habe der Verein aus seinen Rücklagen 18 000 Euro in neues Geschirr, einen Herd, Tellerwärmer und Arbeitstische für das Bürgerhaus gesteckt.

„Ihr Weg ist zu einer Erfolgsgeschichte für das Bürgerhaus und damit für Hundelshausen geworden“, sagte Fischer an den Vorsitzenden Detlef Büchner gewandt. „Mit ruhigen, sachlichen Argumenten bringen Sie Ihre Anliegen vor, gerne auch mit einem Scherz und verlieren doch nie Ihr Ziel aus den Augen.“ Ein Beispiel dafür sei die Vorbereitung auf ihre Rede gewesen, ergänzte Fischer schmunzelnd. Sie habe Büchner um Informationen zum Verein gebeten, „Und womit endet das? Ein Hinweis auf: Kühlanlage veraltet, Fenster teilweise undicht, WC-Anlagen renovierungsbedürftig und die Heizungsanlage? Darüber müssen wir nochmal reden!“

Ein Herz für arme Kinder

Über den Bürgerpreis, der von der VR-Bank gestiftet und vom Magistrat vergeben wird, darf sich in diesem Jahr Stefanie Knapp freuen. Die Chemie-Ingenieurin aus Unterrieden nimmt seit 2001 die Pakete entgegen, die Jahr für Jahr für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ auch im Raum Witzenhausen für notleidende Kinder gepackt werden. Unterstützt wird sie von der Löwen-Apotheke und Raumausstattung Nolte (Bad Sooden-Allendorf).

„Sie wollte nicht anonym spenden, sondern sich selbst Gedanken machen, einkaufen gehen, einpacken und einem Kind zu Weihnachten eine besondere Freude machen“, erklärte Fischer und erinnerte an Knapps Rekord, als die Mutter dreier Kinder im Jahr 2010 insgesamt 430 Päckchen für den Verein „Geschenke der Hoffnung“ annahm. „Das brachte ihre Wohnung schon an den Rand der Kapazitätsgrenze.“ Sie habe großen Respekt vor Knapps konsequenter Haltung, ihrer Bescheidenheit, Zuverlässigkeit und Überzeugung, sagte Fischer in ihrer Laudatio. „Sie haben ihren Weg gewählt, um diese Welt ein bisschen wärmer zu machen.“

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