Abschied von Bernd Funk: Markenzeichen verlässt Schule

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Begleiteten Bernd Funk (5. von links) in den Ruhestand: Landrat Stefan Reuß (von links), Vize-Schulleiterin Begga Breiding, Ehefrau Ramona Funk, Gerhard Finke, Nachfolgerin Elisabeth Franz, Peter Ullrich (Personalrat), Klaus Funke (Vorsitzender Förderverein), Fritz Stuber (Ehemalige) und Thomas Bertermann (Kollegium).

Witzenhausen. Zahlreiche Gäste und Weggefährten verabschieden Schulleiter Bernd Funk nach seinem 40-jährigen Engagement im hessischen Schuldienst in den Ruhestand.

Er sei fair, ein Arbeitstier, habe stets ein offenes Ohr für Schüler und Lehrer, er sei ein Mann des Fortschritts, ideenreich, ausgleichend und „ein Fuchs im Beschaffen von Mitteln“ - Auf Bernd Funk, den scheidenden Leiter der Beruflichen Schulen (BS) in Witzenhausen, ging bei seiner offiziellen Verabschiedung ein wahrer Regen an Lob und Geschenken nieder.

Viele Weggefährten, Mitglieder des Kollegiums, Mitarbeiter und Gäste waren in die Aula gekommen, um Funk für sein Engagement im hessischen Schuldienst zu danken und ihm alles Gute für den Ruhestand zu wünschen. Und alle fanden sehr persönliche Worte für den 65-Jährigen, der die Entwicklung der BS in 15 Jahren als Leiter und zuvor in 15 Jahren als Abteilungsleiter maßgeblich geprägt hat.

Stefan Reuß etwa erinnerte sich an sein Schulpraktikum 1994, das er als angehender Diplom-Handelslehrer an den BS und auch bei Funk absolviert hatte. In seiner heutigen Funktion als Landrat lobte er, dass Funk gegenüber dem Werra-Meißner-Kreis als Schulträger nie anklagend oder fordernd aufgetreten sei. „Sie haben ihre Ziele mit Nachdruck verfolgt, waren aber stets zu Kompromissen bereit.“ Er bedauere es, dass das Naturwissenschaftliche Zentrum zu Funks Abschied noch nicht fertig sei, „aber es bleibt mit Ihrem Namen verbunden“.

Gerhard Finke vom Staatlichen Schulamt Bebra förderte mit einem Augenzwinkern Anekdoten aus Funks Personalakte zu Tage und stellte heraus, dass die BS dank Funk und seinem Team ein „Inbegriff für neue, fortschrittliche Lehrmethoden“ seien.

Personalratsvorsitzender Peter Ullrich hatte für Funk eine riesige Tüte mit Geschenken sowie ein SAP-Programm („Schulleiter-Ausgliederungs-Programm“) vorbereitet, das nicht nur wertvolle Tipps für die neue Freizeit (für den scheidenen Chef), sondern auch Aufgaben für seine neue „Dienstherrin“ (Ehefrau Ramona) parat hatte. Sie müsse ihm auch mal Stolpersteine in den Weg legen, „das ist er so gewohnt“.

Funk selbst zeigte sich von den vielen herzlichen Beiträgen gerührt und präsentierte seinerseits eine lange Dankes-Liste. Er blickte zufrieden auf seine Zeit in Witzenhausen zurück. „Der Kontakt zu jungen Menschen ist ein besonderes Privileg unseres Berufs“, bilanzierte er. „Ich bin gern Lehrer und Schulleiter an dieser Schule gewesen.“

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