Neue Lutherbibel zum Reformationstag

Einführung der neuen Lutherbibeln am Reformationstag in der Liebfrauenkirche: im Bild hinten von links Johanna Gergs und Frieder Brack, vorn von links Prof. Maria Finckh, Peter Oesterheld und Hartmut Denecke. Foto: Schröter

Witzenhausen. Das Gotteswort ist nah am Urtext und wurde während des Reformationsgottesdienstes eingeführt.

Die Kirchengemeinde Witzenhausen hat drei neue Altarbibeln. Am Montag wurden die überarbeiteten Lutherbibeln anlässlich des Reformationstages während eines gut besuchten Festgottesdienstes in der Liebfrauenkirche feierlich eingeführt.

„Unsere alte Bibel war die Lutherübersetzung aus dem Jahr 1912 und hat über mehrere Jahrzehnte auf unserem Altar gelegen“, sagte Pfarrer Frieder Brack, der den Gottesdienst zusammen mit seinen Kollegen Dekanin Ulrike Laakmann und Pfarrer Gerhard Hahn sowie mit tatkräftiger Unterstützung mehrerer Gemeindemitglieder und des Posaunenchors abhielt. Luther selbst habe in seiner Übersetzung stets am Text gefeilt. Dies sei ein ständiger Prozess. Die nun vorliegende Ausgabe trage dem neuesten Stand der Wissenschaft Rechnung. Man habe aber auch einige frühere Sprachglättungen rückgängig gemacht, um den altertümlichen Klang der Sprache Luthers wiederzubeleben. Insgesamt versuche die Revision, das Verhältnis zwischen Verständlichkeit, aktueller Forschung und Nähe zum Urtext neu auszuloten.

Gestiftet wurden die neuen Bibeln von der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, die nicht weniger als 1551 Predigtorte damit ausstattet. Das Projekt bildet den Auftakt des Lutherjahres anlässlich des 500. Reformationsjubiläums. In Witzenhausen erhalten außer der Liebfrauenkirche auch die Michaelskapelle und die Kirche in Bischhausen ein Exemplar. Dort werden die Neufassungen in den jeweils nächsten Gottesdiensten eingeführt. Die drei alten Altarbibeln werden im Gotischen Stübchen in der Liebfrauenkirche untergebracht, das auch bislang schon als kleines Kirchenmuseum diente. (per)

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