Schüler kochten Obst und Gemüse von Erntedank-Spenden für Witzenhäuser Tafel ein

Drei verschiedene Sorten: Hier verarbeiten Beate Rheinländer (von links), David Berger, Simone Rösler und Lena Mangold Kürbis, Futterrüben und Kohl zu leckeren Suppen. Foto: Goldmann

Witzenhausen. Es wird püriert, gerührt, gebacken und eingeweckt in den Küchen der Beruflichen Schulen in Witzenhausen. Gut 15 Schüler der Johannisberg-Schule haben es sich am Dienstag zur Aufgabe gemacht, neben 45 Kilogramm Äpfeln und Birnen auch große Mengen an Kürbis und anderen Gemüsesorten zu allerlei Leckereien zu verarbeiten.

Neben Apfelkompott, diversen Sorten Konfitüre und Kürbiskuchen steht auch das Kochen von verschiedenen Suppen auf dem Programm.

Die verwendeten Zutaten haben die Jugendlichen nicht etwa im Supermarkt gekauft, sondern am Vortag bei der Witzenhäuser Tafel abgeholt. Da nach dem Erntedankfest besonders viele Spenden dort abgegeben wurden, sind auch die Mitarbeiter des Vereins Feuer und Flamme für die Idee der Schüler.

Über 50 eingekochte Gläser sollen die Jugendlichen in den nächsten Tagen an die Tafel zur Verteilung zurückbringen. Den Anstoß zu diesem Projekt gaben die drei Lehrerinnen Simone Rösler, Susanne Lotze und Beate Rheinländer. Im Ernährungs- und Hauswirtschaftsunterricht behandeln sie mit den Schülern aktuelle Fragestellungen zum Thema Nachhaltigkeit und Lebensmittelverschwendung.

Doch wie viel wird eigentlich tatsächlich weggeworfen? Eine Studie der Universität Stuttgart aus dem Jahr 2012 liefert eindeutige Ergebnisse. Ungefähr 82 Kilogramm Lebensmittel pro Person landen jährlich in deutschen Mülltonnen - 44 Prozent davon machen Obst und Gemüse aus.

Dass es auch anders geht, beweist der zweitägige Arbeitseinsatz der Zehntklässler. Durch ihr Engagement und die vielen kreativen Rezepte zeigen sie nicht nur, dass sie hinter der Aktion stehen, sondern auch, dass die Verschwendung von genießbaren Lebensmitteln jeden etwas angeht. (pjg)

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