Motto: "SoJa - So nicht"

Soja oder Insektensnack? Konferenz der Witzenhäuser Studenten

Bringen die Tropen nach Witzenhausen: Die Studierenden Christiane Weiler (vorne, von links), Wolfram Simon, Pedro Fernandes (hinten, von links), Sarah Nix, Robert Görlitz, Jenny Wagner, Julia Anthe und Khaled Negem organisieren eine Konferenz zum Thema Soja. Foto: privat/nh

Witzenhausen. Müssen wirklich 80 Millionen Tonnen Soja jährlich als Tierfutter über die Weltmeere nach Europa verschifft werden? Müssen wir wirklich so viel Fleisch essen?

Diese Fragen soll eine Konferenz in Witzenhausen klären. Organisiert wird sie von acht Studierenden aus dem Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaft. Unter dem Motto „SoJa - So Nicht. Eiweißquellen auf dem Prüfstand“ findet sie von Dienstag, 2., bis Samstag, 6. Dezember, auf dem Unigelände statt. Seit dem Frühjahr sind die Studierenden im Rahmen einer interdisziplinären Projektarbeit damit beschäftigt, Wissenschaftler, Aktivisten und Landwirte als Redner anzufragen, Zimmer für Konferenzteilnehmer zu organisieren, Sponsoren zu suchen, Anmeldungen zu koordinieren und Werbung für das Projekt zu machen. Unterstützt werden sie bei der Planung von Prof. Dr. Jürgen Heß und Studienkoordinator Holger Mittelstraß, der seit nunmehr 22 Jahren mit Studierenden Konferenzen organisiert. Um eine gute Note zu bekommen, muss das Projekt abschließend noch genau dokumentiert werden.

Konferenz für alle

Die Soja-Konferenz richtet sich an Studierende und Wissenschaftler, aber auch an Interessierte aus der Region. „Es ist eine generalistische Konferenz“, sagt Wolfram Simon. „Wir wollen einen Überblick bieten, statt spezialisiert in die Tiefe zu gehen.“ Auf die erhofften 150 Teilnehmer warten Vorträge, Podiumsdiskussionen und Workshops in den vier Blöcken „Soja und Umwelt“, „Pflanzenbau“, „Tierernährung“ und „Menschliche Ernährung“. Darin geht es um den Sojahandel und die Auswirkungen des Anbaus in Südamerika, um gentechnisch veränderten Soja und die Folgen menschlichen Fleischkonsums. Auch der Anbau von Hülsenfrüchten, alternative Füttermethoden für Geflügel und Schweine werden thematisiert.

Ein Rahmenprogramm soll dafür sorgen, dass auch der Spaß nicht zu kurz kommt: Nach der Eröffnungsdiskussion am Dienstag gibt es ein Büffet, Regisseur David Bernet zeigt am Mittwoch ab 19 Uhr im Capitol-Kino seinen Film „Raising Resistance“ über den Soja-Anbau in Paraguay. Ein veganer Kochkurs am Donnerstag zeigt alternative Ernährungsformen auf, ab 21 Uhr spielt die Ska-Band „Ratatouille“ im Zeichensaal.

Besonders interessant wird es am Samstag: Ab 11 Uhr spricht Prof. Dr. Arnold van Huis (Universität Wageningen). Er erklärt (auf englisch), warum Insekten eine alternative Eiweißquelle für die menschliche Ernährung sein können. Wer danach Lust auf eine gebratene Grille bekommen hat, kann ab 12 Uhr in der großen Aula die Insekten-Kreationen von TV-Koch Frank Ochmann probieren. (fst)

Auf einen Blick

• Wann: 2.-6. Dezember, jeweils zwischen 9 und 21 Uhr

• Wo: Große Aula, Nordbahnhofstraße 1 a, Witzenhausen

• Kosten: Wochenkarte - 45 Euro (ermäßigt 32 Euro) ; Tageskarte - 20 Euro (12 Euro).

• Programm und Anmeldung: http://zu.hna.de/soja0212

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