Witzenhausen: Fußgängerzone wird für Radfahrer freigegeben

Standort für Mobilitätsstation: Am Zollamtsplatz soll man künftig E-Autos und E-Bikes aufladen können, auch Stellplätze für Fahrräder und ein Car-Sharing-Konzept sind geplant. Foto: Steensen

Mit 30 Ja- und fünf Nein-Stimmen haben die Stadtverordneten am Dienstag für die Umsetzung des Konzeptes zum Klimafreundlichen Verkehr in Witzenhausen gestimmt.

Damit ist der Weg grundsätzlich frei für die Öffnung der Fußgängerzone und des Marktplatzes für den Radverkehr, auch sollen Radfahrer bald entgegen der Fahrtrichtung in der Steinstraße fahren dürfen.

Des Weiteren stimmten das Parlament den Plänen zu, am Zollamtsplatz eine Mobilitätsstation einzurichten. Ihr Bau soll laut einem Änderungsantrag der Bürgermeisterin etwa 110.000 Euro kosten. Davon sind 50 Prozent laut Fischer förderfähig, entsprechende Anträge sollen nun gestellt werden. Im Haushalt für 2016 wurden zur ursprünglichen Planung noch Mehrkosten von 60.000 Euro eingeplant.

Die meisten Stadtverordneten zeigten sich zufrieden, dass das Klimaschutzkonzept nach jahrelanger Planung nun endlich umgesetzt werden kann - an den Arbeitsgruppen waren auch Bürger beteiligt. Vertreter von Grünen, SPD, CDU und FWG betonten, dass die neuen Verkehrsregelungen zunächst ein Versuch seien, der sich in der Praxis bewähren müsse. Einzig Jürgen Vogelei (FDP) und Hans-Walther Hebel (CDU) unterstützten mit Wortbeiträgen die Position des Seniorenrates, zum Schutz der Fußgänger den Marktplatz nicht freizugeben.

Dieser Meinung sind übrigens auch viele HNA-Leser: Von den 153 Personen, die an unserer Online-Umfrage teilnahmen, stimmten 66,7 Prozent gegen eine Öffnung der Fußgängerzone.

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