Über ein Jahr Wartezeit

Kita Regenbogenland: Spaß im neuen Wasserbecken

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Ab ins kühle Nass: Die Kinder der Kita Regenbogenland nahmen das neue Wasserbecken gleich in Besitz. Auch die Jüngsten ließen sich nicht davon abhalten, durch das knöchelhohe Wasser zu waten. Foto: 

Altenstädt. Nach gut einem Jahr hat die Kita Regenbogenland in Altenstädt wieder eine Wassertretanlage. Kinder auf den Spuren des Gesundheitspfarrers Kneipp.

Wasserscheu ist von den 45 Kindern des städtischen Kindergartens Regenbogenland in Altenstädt offensichtlich keines: Kaum hatte Wassermeister Markus Rabanus von den Stadtwerken Naumburg den Wasserhahn aufgedreht, zogen sich die ersten Knirpse schon Schuhe und Strümpfe aus, krempelten die Hosenbeine hoch, um möglichst als erster in das silbern glänzende Becken zu steigen.

Ein Jahr Wartezeit

Ein gutes Jahr mussten Kinder, Eltern und Erzieherinnen auf diesem Moment warten, darauf, dass ein neues Wassertretbecken auf dem Gelände der Kita in Betrieb genommen werden kann. Das Regenbogenland, das seit 2006 mit dem Gesundheitspräventionsprogramm nach Pfarrer Kneipp etwas ganz Besonderes im Angebot hat, konnte das alte Becken nicht mehr benutzen, wie Kita-Leiterin Andrea Groß erzählte: Das ausgehöhlte Baumstamm und auch der hölzerne Steg drumherum waren angefault, das Risiko zu groß, dass sich die Kinder hätten verletzen können.

Tau-Treten und Schnee-Läufe

Für die kleinen begeisterten Kneipp-Anhänger blieb dann nur noch bei entsprechendem Wetter das Tau-Treten oder aber auch im Winter - Erkältungsfreiheit vorausgesetzt - ein kurzer Marsch durch den Schnee vor dem Haus. Etwa zwei bis dreimal pro Woche, sagt Groß, gehen die Erzieherinnen mit den Kindern raus, barfuß ins Gelände, dass Pfarrer Kneipp seine Freude hätte. „Die Kinder fordern es schon von sich aus, dass wir mit ihnen barfuß auf die Wiese gehen“, versichert die Leiterin. Nur aufs Wassertreten im Becken mussten sie dabei seit dem vergangenen Sommer verzichten.

Das sollte sich ändern, nahm sich der Förderverein der des Regenbogenlandes vor, sprach potenzielle Sponsoren an und bekam so tatsächlich gut 1500 Euro für ein verrottungsfreies Edelstahlbecken mit Geländer zum Festhalten zusammen. Eine Gummi-Matte, die ein Ausrutschen beim Durchschreiten des Beckens garantiert, war auch noch mit drin im Preis, erklärte am Montag Fördervereinsvorsitzende Katharina Löw bei der feierlichen Einweihung der Anlage.

Zwölf Grad kaltes Wasser

Und die wurde gebührend gefeiert mit kühlen Getränken und kleinen Leckereien, für die Eltern und Fördeverein gesorgt hatten. Die Kinder musste man während der kurzen Ansprachen noch zurückhalten, dann aber, als Markus Rabanus das Wasser aufdrehte, gab es kein Halten mehr: Ein Kind nach dem anderen, vom Zweijährigen mit elterlicher Unterstützung bis zum Vorschulkind, stieg ins Becken, in dem das Wasser bis zu einer maximalen Höhe von gut 15 Zentimeter einläuft, und marschierte vergnügt die knapp 2,50 Meter bis zum Ausstieg. Dass das Wasser nur knapp zwölf Grad hatte, wie der Wassermeister bestätigte, schien das Vergnügen nicht zu schmälern. Warum auch, wasserscheu ist ja schließlich keins der Regenbogenland-Kinder.

Die Sponsoren: Aus Altenstädt beteiligten sich die Firma Schreckert, Ramonas Haarlekin und die kleine Teekiste, aus Naumburg die Tankstelle und Kfz-Werkstatt Hofmann sowie die Bäckerei Plücker, aus Ippinghausen die Firma Bertelmann und aus Kassel die Firma Knöbber.

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