Anja Mueller-Opfermann aus Wolfhagen engagiert sich ehrenamtlich in der Kirche

Pfiffige Ideen für die Stadt

Gibt Jule ihre Stimme: Anja Mueller-Opfermann mit der Puppe, die im Gottesdienst für Minis stellvertretend für die Kinder Fragen an die Pfarrerin stellt. Foto: Neubauer

Wolfhagen. Wenn Anja Mueller-Opfermann (44) auf dem Balkon ihres Hauses auf dem Teichberg in Wolfhagen steht, hat sie eine grandiose Aussicht auf die Altstadt mit ihren verschachtelten Häusern und der hoch oben thronenden Stadtkirche. „Das ist wichtig für mich“, sagt sie, „denn mein Engagement über die vielen Jahre hinweg galt und gilt noch immer dieser Stadt und ihren Menschen.“

Die Bereitschaft, sich für die Belange anderer einzusetzen und sich aktiv am Stadtleben zu beteiligen, ist ihr von ihren Eltern mit in die Wiege gelegt worden. Ihr Vater habe sich oft ehrenamtlich eingesetzt und ihre Mutter habe sich der Kirche sehr verbunden gefühlt.

So war es nicht verwunderlich, dass die gebürtige Wolfhagerin schon früh eigene Aktivitäten entwickelte. Nach ihrer Konfirmation engagierte sie sich zuerst im Kindergottesdienst und später in der Jungschar.

„Ehe ich mich versah, war ich mit 19 Jahren Vorsitzende des CVJM und wusste damals gar nicht, was auf mich zukam“, erinnert sie sich. Inzwischen ist sie ein „alter Hase“ und auch in der Diakonie und im Gottesdienst für Minis tätig.

Anja Mueller-Opfermanns Einstieg in der Stadtarbeit begann bei den Vorbereitungen zum 775-jährigen Stadtjubiläum in 2006. Ihre Idee, eine Rallye durch die Stadt unter dem Motto „Geheimnisvolles Wolfhagen“ zu machen, wurde ein großer Erfolg. Als weitere Höhepunkte ihrer ehrenamtlichen Mitarbeit sehe sie das Elisabethfest, das „Lebendige Stadtwappen“, das Burggartenfest und den aktiven Adventskalender an. „Anpacken nicht meckern ist meine Devise“, sagt sie und ist überzeugt, dass man mit Kreativität, aktivem Einsatz und einem guten Team zur Seite viel erreichen.

Hilfe für Flüchtlinge

Einen ganz anderen Aufgabenbereich muss Anja Mueller-Opfermann seit drei Jahren bei der Betreuung der Flüchtlinge in der ehemaligen Kaserne in Wolfhagen bewältigen. Laut ihrer Erfahrung bräuchte man neben gutem Organisationstalent viel Fingerspitzengefühl und Durchsetzungsvermögen für diese Arbeit. Neben diesem umfangreichen, ehrenamtlichen Engagement arbeitet Anja Mueller-Opfermann noch in Teilzeit beim Landeswohlfahrtsverband. Sie ist verheiratet und hat zwei Söhne.

Obwohl sie sehr eingespannt sei, achte sie auf ihr Privatleben. „Manchmal muss man auch mal Nein zu ehrenamtlichen Aufgaben sagen, damit die Familie und die Freunde nicht zu kurz kommen“, beteuert sie. Deshalb hat sie sich jetzt nach 26 Jahren im CVJM Wolfhagen aus der Vorstandsarbeit verabschiedet, will aber dem Verein nach wie vor mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Größter Traum

Ihr größter Traum im Leben sei es, eine Pilgertour und eine Reise nach Jerusalem zu machen. Und diesen Traum werde sie irgendwann ganz bestimmt verwirklichen.

Von Ursula Neubauer

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