ASB: Neue Ausbildung in neuem Bildungszentrum Balhorn

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Starten die Ausbildung: 13 junge Menschen werden im neuen Bildungszentrums des ASB in Balhorn zu Notfallsanitätern ausgebildet. Sie wurden von Geschäftsführer Michael Görner (rechts) und Dozent Bernd Roddewig (Zweiter von rechts) begrüßt. 

Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Regionalverband Kassel-Nordhessen hat jetzt ein Ausbildungszentrum in Balhorn. Am Donnerstag startete dort erstmals die neue Ausbildung zum Notfallsanitäter.

13 junge Menschen lernen dort in den nächsten Jahren alles wichtige aus der medizinischen Theorie und lernen in den Rettungswachen die Praxis kennen.

Der ASB-Landesverband hat eine Bildungsstelle in Wiesbaden, der Standort Balhorn wird künftig den Norden Hessens abdecken. „Das ist eine wichtige strategische Weiterentwicklung“, sagt Michael Görner, Geschäftsführer des ASB Regionalverbands Kassel-Nordhessen. Im neuen Zentrum werden auch Rettungssanitäter weitergebildet, der Schwerpunkt ist jedoch die neue Ausbildung zum Notfallsanitäter, die den Rettungsassistenten abgelöst hat. Dieses Berufsbild gibt es in Deutschland seit knapp zwei Jahren nicht mehr.

1920 Stunden Theorie

Für die 13 neuen Auszubildenden steht in den kommenden drei Jahren Blockunterricht an. Im Rhythmus von etwa drei bis vier Wochen werden sie zwischen theoretischem und praktischem Unterricht wechseln. „1920 Stunden in der Berufsschule, 1960 Stunden im Betrieb und 750 Stunden in Kliniken sind vorgeschrieben“, sagt Bernd Roddewig, der die Außenstelle in Balhorn leitet und Klassenlehrer der neuen Azubis ist. Im Unterricht wird bei vier Dozenten alles rund um die (Notfall-)Medizin gelernt, aber auch die Gebiete Recht, Kommunikation und Beratung stehen auf dem Lernplan.

Zwei Notarzt-Standorte hat der ASB in Kassel und Hofgeismar, außerdem zehn Rettungswachen in Kassel-Mitte, Kassel-Bettenhausen, Kaufungen, Lohfelden, Sontra, Baunatal, Schauenburg, Habichtswald und Balhorn. Dort arbeiten auch die sechs Praxisanleiter, die sich um die praktische Ausbildung der Azubis kümmern. Zur Praxis gehört, dass die Auszubildenden gemeinsam mit einem Zweier-Team im Rettungswagen mitfahren und so den Alltag im Rettungsdienst kennen lernen. „Die Ausbildung zum Notfallsanitäter ist die höchste nicht-ärztliche Ausbildung“, sagt Bernd Roddewig.

Ist die Ausbildung abgeschlossen, möchte der ASB die jungen Notfallsanitäter gern übernehmen, sagt Roddewig, eine Garantie dafür gibt es jedoch nicht, ähnlich wie bei anderen Ausbildungsberufen. 

Bewerben bis 16. Oktober

Wer die Ausbildung zum Notfallsanitäter machen will, muss einen Realschulabschluss oder einen Abschluss der Hauptschule und eine mindestens zweijährige Berufsausbildung haben. Auch körperliche Fitness und die Beherrschung der deutschen Sprache werden vorausgesetzt. Im ersten Ausbildungsjahr bekommen die Azubis rund 900 Euro brutto im Monat, im zweiten Jahr 1000 Euro und im letzten Jahr dann 1100 Euro. Für die Ausbildungsklasse 2017 werden noch Bewerbungen angenommen bis 16. Oktober. Infos dazu auf www.asb-nordhessen.de unter dem Punkt Karriere. 

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